Moritz Hauptmann hat vor rund drei Jahren einen schmerzhaften Wendepunkt in seinem Leben erlebt, als er gleich drei familiäre Verluste hinnehmen musste. Diese ergreifenden Erfahrungen führten ihn dazu, seine berufliche Richtung zu überdenken. Inspiriert von der Trauer um seine Mutter entschloss er sich, eine Ausbildung zum psychosozialen Berater in Wien zu beginnen und sich zudem als freier Redner fortzubilden.
Hauptmann hat die Einsicht gewonnen, dass Trauer ein sehr individueller Prozess ist. „Wichtig ist, die Trauer zuzulassen und sie durchzuleben. Nur so können wir sie überwinden“, erläutert er. Durch seine professionelle Beratung möchte er Menschen in Krisensituationen Unterstützung bieten und ihnen helfen, neue Wege zu finden.
Professionelle Beratung und Unterstützung
Seit diesem Frühjahr bietet er seine Dienste als Berater für Einzelpersonen, Paare und auch Gruppen an, die in Krisen- oder Entscheidungssituationen stecken. In Zusammenarbeit mit den Betroffenen entwickelt er individuelle Handlungskonzepte, um die Lebensqualität zu steigern und die psychosoziale Gesundheit zu stärken.
Ein bedeutender Aspekt seiner Arbeit als freier Redner sind Trauerfeiern. Hierbei reflektiert er das Leben des Verstorbenen und bietet den Hinterbliebenen Trost. „Wir sollten die Lebendigkeit und die positiven Erinnerungen des Lebens feiern“, so Hauptmann. Diese Dankbarkeit der Angehörigen motivierte ihn, zusätzlich eine Ausbildung zum Sterbebegleiter zu beginnen, чтобы den schwerkranken Menschen und deren Familien in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen.
Trauerfeiern mit einem besonderen Ansatz
Hauptmann stellt fest, dass in Ferlach immer mehr freie Redner engagiert werden, um individuelle und kirchenunabhängige Zeremonien zu gestalten. Neben Trauerfeiern gestaltet er auch fröhlichere Anlässe wie Hochzeiten und Namensgebungen. „Ein Abschied gibt uns die Möglichkeit, uns bewusst zu machen, welche Spuren wir hinterlassen wollen. Es erinnert uns daran, dass das Leben ein Geschenk ist, das gefeiert werden sollte“, sagt er und beweist damit, dass selbst in schweren Zeiten Freude und Hoffnung ihren Platz haben können.
Zusätzlich hat er sich auf die Ausbildung zum Sterbebegleiter fokussiert, um auch hier einen wertvollen Beitrag in der Begleitung von Menschen am Ende ihres Lebens leisten zu können. „Der Mensch hat das Recht, umhegt zu werden, wenn er die Welt verlässt“, so Hauptmann nachdenklich.
Mit seinem Ansatz und seiner Lebensperspektive schafft Moritz Hauptmann einen Raum der Hoffnung und des Trostes, in dem Schmerz und Freude nebeneinander existieren können. Seine Erfahrungen und sein Engagement machen ihn zu einem wertvollen Ansprechpartner für viele, die auf der Suche nach Unterstützung sind.
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