Klagenfurt am Wörthersee

Stadt Klagenfurt misst Temperaturunterschiede aus der Luft

Am Sonntag fliegt ein spezielles Messflugzeug über Klagenfurt, um heiße und kühle Orte der Stadt zu ermitteln – ein faszinierendes Projekt für den digitalen Zwilling!

In Klagenfurt stehen in den kommenden Tagen nächtliche Flugaktivitäten an, die den Anwohnern möglicherweise nicht entgehen werden. Die städtische Abteilung für Vermessung und Geoinformation plant, am Sonntag sowohl tagsüber als auch in der Nacht von Sonntag auf Montag das Stadtgebiet zu befliegen. Dieser Einsatz ist Teil eines Forschungsprojekts namens „Prometheus“, welches vom Fonds zur Förderung der Wissenschaft (FFG) unterstützt wird.

Technologische Innovation in der Stadtentwicklung

Das Hauptziel dieser Luftraumaktivitäten ist die Erfassung von Oberflächentemperaturen im Stadtgebiet. Diese Informationen sind entscheidend, um die sogenannten „Hot Spots“ zu identifizieren, also Bereiche, die in der Nacht eine signifikante Abkühlung erfahren. Das Projekt „Prometheus“ soll durch die gewonnenen Daten wertvolle Einblicke für die Stadtplanung und -entwicklung liefern. Insbesondere die Ergebnisse könnten der Öffentlichkeit über den „Digitalen Zwilling Klagenfurt“ zugänglich gemacht werden. Dieser digitale Zwilling, der seit April 2023 aktiv ist, nutzt Künstliche Intelligenz, um die Stadt in einem detaillierten 3D-Modell zu rekonstruieren.

Höhe und Lärm der Flüge

Die Flüge werden in einer Höhe von 1600 Metern über dem Grund durchgeführt. Dennoch könnte der nächtliche Fluggeräuschpegel für einige Bewohner bemerkbar sein, besonders aufgrund der verhältnismäßig ruhigen Nächte. Die Stadtverwaltung hat die Anwohner bereits um Verständnis gebeten, da die Flüge infolge der geringeren Umgebungsgeräusche in der Nacht stärker wahrgenommen werden könnten.

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Die Bedeutung des Projekts

Die durch das Projekt „Prometheus“ erhobenen Daten sind nicht nur für die Stadt Klagenfurt von Belang, sondern repräsentieren auch einen Schritt in Richtung smarter Städte. Die Fähigkeit, präzise Temperaturdaten zu sammeln und auszuwerten, wird als grundlegender Baustein für eine umweltbewusste Stadtentwicklung gesehen. Solche Projekte könnten dazu beitragen, Klimaschutzmaßnahmen gezielte und effektiv umzusetzen und die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern.

Ein Blick in die Zukunft

Die innovative Nutzung von Technologien in der Stadtplanung spricht für den Trend, vermehrt auf Daten und intelligente Systeme zurückzugreifen, um städtische Herausforderungen anzugehen. Klagenfurt könnte hier als Vorreiter dienen und andere Städte inspirieren, ähnliche Ansätze zu verfolgen. Das langfristige Ziel besteht darin, ein umfassendes Verständnis für die städtische Umgebung zu entwickeln und darauf reagierende Lösungen zu finden, die sowohl den Bewohnern als auch dem Umweltbewusstsein zugutekommen.

Abschließend zeigt das bevorstehende Projekt die Vorteile der modernen Technologisierung in der urbanen Entwicklung. Die Herausforderung wird sein, die Balance zwischen technologischen Fortschritten und dem Wohlbefinden der Anwohner zu finden.

Quelle/Referenz
kleinezeitung.at

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