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Die Maschinenbauwelt steht Kopf: Die österreichische Firma Kostwein hat entschieden, in Greenville County, South Carolina, eine neue Produktionsstätte zu eröffnen, die erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen und die Region haben könnte. Mit einem Investitionsvolumen von 8,5 Millionen Dollar werden 95 neue Arbeitsplätze geschaffen. CEO Hans Kostwein erklärte, dass das Unternehmen, das in der Maschinen- und Anlagentechnik tätig ist, nicht nur in Kärnten, sondern mittlerweile auch in Kroatien und Indien operiert.
Doch die Freude über das Wachstum wird von den drohenden Handelssanktionen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump überschattet, die auch Europa betreffen könnten. Kostwein warnt vor möglichen negativen Konsequenzen für die Exportgeschäfte nach den USA und betont: „Ich sehe diese Zollentwicklung schon mit großer Besorgnis.“ Die Schutzzölle könnten die Produkte deutlich teurer machen und so die Wettbewerbsfähigkeit gefährden, was auch in Kärnten selbst bemerkbare Folgen haben könnte, da die USA mittlerweile der fünftgrößte Exportmarkt des Bundeslandes sind, wie ORF Kärnten berichtete.
Neue Möglichkeiten in den USA
Die neue Anlage in Greenville wird der erste Produktionsstandort von Kostwein in Nordamerika sein und soll die Firma in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit stärken. Als Familienunternehmen mit einer über 100-jährigen Tradition ist Kostwein stolz darauf, Maschinen für verschiedene Bereiche des Maschinenbaus zu produzieren und kann auf eine beachtliche Expansion zurückblicken. Der Bau der Anlage mit einer Gesamtfläche von 92.000 Quadratfuß wird bis März 2022 abgeschlossen sein, während die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte bereits begonnen hat. Kostwein sucht insgesamt in verschiedenen Bereichen, darunter CNC-Dreher und Elektro- sowie Maschinenmonteure, was die Chancen für die lokale Arbeitnehmerschaft erhöht, wie von Greenville Economic Development berichtet.
Mit dieser Entscheidung positioniert sich Kostwein nicht nur als Anbieter hochwertiger Maschinenlösungen, sondern verstärkt auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und den USA. Die kommenden Monate könnten entscheidend sein, ob die drohenden Zölle die unternehmerischen Ambitionen gefährden oder eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit einleiten werden.
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