Landeshauptmann Peter Kaiser wurde im Kärntner Landesarchiv mit dem renommierten Vinzenz-Rizzi-Preis ausgezeichnet. Diese Ehrung ging an Persönlichkeiten, die sich für die Rechte von Volksgruppen, den Schutz demokratischer Werte und ein respektvolles Zusammenleben einsetzen. Bei der Verleihung, die vom Zentralverband slowenischer Organisationen (ZSO) und dem Slowenischen Kulturverband (SPZ) organisiert wurde, nahm Kaiser den Preis unter Standing Ovations entgegen und äußerte sich dankbar über die Auszeichnung. Er betonte die bedeutende Rolle der slowenischen Sprache und Kultur in der Förderung von Verbindungen zwischen den Menschen.

Kaiser, der seit 2013 im Amt ist, hat die Volksgruppenpolitik in Kärnten neu gestaltet und einen respektvollen Dialog angeregt. Während seiner Rede hob er die historische Rolle Kärntens hervor, das belastende Aspekte in etwas Verbindendes und Vielfältiges umgewandelt hat. Er versprach, weiterhin Brücken für den Dialog und das Zusammenleben zu bauen. Um diesen Ansatz zu unterstützen, wird angestrebt, die Feiern zum 10. Oktober in beiden Sprachen mit neuen, zukunftsorientierten Elementen zu bereichern.

Der Vinzenz-Rizzi-Preis

Der Vinzenz-Rizzi-Preis, der nach dem Humanisten und Priester Vinzenz Rizzi benannt ist, wird jährlich verliehen. Rizzi setzte sich im 19. Jahrhundert für die slowenische Sprache und Kultur ein. Die Preisverleihung war ein bedeutendes Ereignis, an dem auch zahlreiche prominente Gäste, darunter LHStv.in Gaby Schaunig und Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, teilnahmen. Augustine Gasser vom ZSO begründete die Preisvergabe mit Kaisers Engagement für Volksgruppenpolitik und Menschenrechte.

In seiner Rede äußerte Kaiser auch Dank an Ana Blatnik, eine langjährige Wegbegleiterin, die seine bedeutende Geste hervorhob, als er 2013 eine Rede in Slowenisch hielt. Dies wurde als entscheidender Moment gewertet, der zeigt, wie wichtig Mehrsprachigkeit und Integration in Kärnten sind.

Ein Aufruf zum Dialog

Kaiser erwähnte zudem den Vorfall am Peršmanhof und betonte die Notwendigkeit für einen Dialog über solch sensible Themen. Er äußerte seine Unterstützung für den Vorschlag des ehemaligen slowenischen Ministers Karl Erjavec, ein gemeinsames Komitee Kärnten-Slowenien zu bilden. Durch solche Initiativen wird der Dialog zwischen den Kulturen gefördert, was Hauptziel der Preisverleihung und Kaisers Engagement ist.

Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit wird nicht nur in Kärnten, sondern auch auf europäischer Ebene hochgehalten. Die EU hat insgesamt 24 Amtssprachen, darunter auch Slowenisch. Mehrsprachigkeit ist ein Grundprinzip der Europäischen Union, das die Kommunikation mit Bürgern in ihrer eigenen Sprache sowie den Erhalt der Sprachenvielfalt fördert. Dies zeigt sich auch in der legislativen Arbeit der EU, wo alle Amtssprachen gleichwertige Arbeitsgrundlagen sind.

Kärnten wird als ein selbstbewusstes und lebenswertes Land beschrieben, wo Mehrsprachigkeit nicht nur als Bereicherung, sondern als Teil der Identität gilt. Dank seines unermüdlichen Engagements wird Peter Kaiser von vielen als „echter Brückenbauer“ betrachtet, der erfolgreich an einem neuen Kapitel des Zusammenlebens in Kärnten arbeitet.

Die feierliche Verleihung des Vinzenz-Rizzi-Preises spiegelt somit die Wertschätzung für die kulturelle Vielfalt in Kärnten und die Bedeutung des Dialogs wider und setzt ein starkes Zeichen für Integration und Respekt im europäischen Raum.

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