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Inklusives Fest INCLUSIA 2025: Vielfalt feiern in Klagenfurt!

Die Veranstaltung INCLUSIA, die seit 21 Jahren in Klagenfurt stattfindet, hat sich zum Ziel gesetzt, persönliche Begegnungen zu fördern, Berührungsängste abzubauen und Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen entstehen zu lassen. In ihrer langjährigen Geschichte haben über 8.000 Schüler und 3.500 Menschen mit Behinderung aus acht Ländern an diesem wichtigen Event teilgenommen. Viele der Teilnehmer hatten zuvor wenig oder keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen, was den Stellenwert von INCLUSIA unterstreicht. Diese Initiative fördert nicht nur das Bewusstsein, sondern auch die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

In diesem Jahr beginnt INCLUSIA 2025 am Dienstag, den 8. April, um 18.30 Uhr mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Gemeindezentrum St. Ruprecht. Am 9. und 10. April werden von 9.00 bis 12.00 Uhr inklusive Schulprojekte in verschiedenen Bildungseinrichtungen in Klagenfurt durchgeführt. Die Veranstaltung findet ihren Abschluss am Donnerstag, den 10. April, um 17.00 Uhr ebenfalls im Gemeindezentrum St. Ruprecht berichtet Klick Kärnten.

Globale Anstrengungen für Inklusion

Im weiteren Kontext der Inklusion wird auf den Global Disability Summit verwiesen, der im Jahr 2025 stattfinden wird. Die Hauptziele dieses Gipfels sind die Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention hervorzuheben und deren internationale Umsetzung voranzutreiben. Dies umfasst den Fokus auf die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen und deren vollen Zugang zu gesellschaftlichen Bereichen, einschließlich Bildung und wirtschaftlicher Teilhabe. Das Motto des Gipfels, „Nichts über uns, ohne uns“, betont die Notwendigkeit, Menschen mit Behinderungen in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren.

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Trotz dieser globalen Bemühungen zeigen Statistiken, dass es in Deutschland, nach dem anfangs positiven Aufbruch, viele Rückschläge bei der Umsetzung der UN-BRK gibt. Laut dem Deutschen Institut für Menschenrechte sind Fortschritte im Bereich der schulischen Inklusion, der Selbstbestimmung und der beruflichen Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ins Stocken geraten. Erst kürzlich wurden neue Gesetze wie das Bundesteilhabegesetz und die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes eingeführt, um die Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr bis 2022 zu gewährleisten berichteten sie in ihren Analysen.

Herausforderungen in der Praxis

Trotz gesetzlicher Vorgaben konnte die Barrierefreiheit in vielen Bereichen, wie im Wohnungsbau, im Internet und im Einzelhandel, bislang nicht umfassend erreicht werden. Zudem bleibt der Zugang zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit schweren Behinderungen eine Herausforderung. Langzeitarbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung hat in den letzten Jahren zugenommen, was die Dringlichkeit von Projekten wie INCLUSIA und den geplanten Gipfeln unterstreicht. Letztlich ist festzustellen, dass die Umsetzung der Inklusion auf vielen Ebenen, insbesondere in der Praxis, weiterhin große Anstrengungen erfordert.

Das Engagement der Gesellschaft ist entscheidend, um eine inklusive Zukunft für alle zu schaffen. Veranstaltungen wie INCLUSIA und internationale Gipfeltreffen können beitragen, den Dialog und das Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Klagenfurt, Österreich
Beste Referenz
klick-kaernten.at
Weitere Quellen
akzente.giz.de

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