Kärnten

Hackangriff auf Kärnten: Rechnungshof fordert dringend Verbesserungen

Hackerangriff legte Kärntner Landesverwaltung lahm, Datenverkauf von "Black Cat" - RH ortet weiteren Verbesserungsbedarf.

Mehr als zwei Jahre nach einem folgenschweren Hackerangriff auf das IT-System des Landes Kärnten hat der Rechnungshof (RH) Österreich Verbesserungsbedarf festgestellt. Zu den fehlenden Maßnahmen zählen unter anderem die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle IT-Arbeitsplätze sowie die vollständige Dokumentation der umgesetzten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Der Angriff, der im Mai 2022 stattfand, führte dazu, dass die Kärntner Landesverwaltung tagelang lahmgelegt wurde, und es zu erheblichen Einschränkungen kam. Die Hacker gelangten über ein Phishingmail in das System und erlangten Zugang zu einem Fileserver. Die Gruppe „Black Cat“ bekannte sich zu dem Angriff, bei dem sie auf Daten von Regierungsmitgliedern zugriffen. Rund 80.000 Stammdatenblätter von Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligungen sowie interner Schriftverkehr waren betroffen. Ob die gestohlenen Daten verkauft wurden, konnte nicht eindeutig festgestellt werden. Der Rechnungshof stellte fest, dass das IT-Sicherheitsmanagement des Landes lückenhaft war und Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit fehlten. Trotz bereits umgesetzter Schritte vor dem Angriff konnte dieser nicht verhindert werden. Maßnahmen wie ein „Rapid Response Team“ und der Ausbau der Firewall wurden nach dem Vorfall ergriffen, aber einige Sicherheitsmaßnahmen waren immer noch nicht abgeschlossen. Die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit mit Bundesbehörden und Cybergremien wurde betont, um die Auswirkungen von Cyberangriffen zu minimieren. Die Hintergründe des Angriffs sowie die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen sind weiterhin Gegenstand von intensiven Diskussionen und Bemühungen. Quelle: www.kleinezeitung.at


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Quelle
kleinezeitung.at

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