Am 31. Jänner 2026 ereignete sich im Bezirk St. Veit ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Laut Klick Kärnten führten drei Arbeiter Instandhaltungsarbeiten an einem Betriebsgebäude durch, die den Austausch von Ventilen und Handklappen an einem Salzsäuretank umfassten. Während dieser Arbeiten versuchte ein 59-jähriger Elektriker, die Automatikklappen über die Schaltzentrale zu steuern. Ein Fehler dabei führte zur Öffnung eines falschen Ventils, wodurch 50 bis 100 Liter Salzsäure aus dem Rohr austraten.

Ein 21-jähriger Arbeiter, der sich in der Nähe des Ventils aufhielt und das Ventil wechseln wollte, wurde im Gesicht von der ausgetretenen Säure getroffen und musste ins Klinikum Klagenfurt gebracht werden. Ein weiterer Arbeiter erhielt ebenfalls Verletzungen durch die Säure im Bereich der Beine und wurde ebenfalls ins Klinikum transportiert. Die Freiwillige Feuerwehr Brückl war sofort vor Ort, um die Situation einzudämmen, und auch der zuständige Arbeitsinspektor war im Einsatz. Die Ermittlungen zum Vorfall gehen weiter.

Richtlinien für den Umgang mit Gefahrstoffen

Angesichts der Schwere des Unfalls weist Protecto darauf hin, dass beim Umgang mit Gefahrstoffen wie Säuren immer Schutzkleidung getragen werden sollte. Es ist entscheidend, dass Mitarbeiter niemals alleine mit solchen Stoffen hantieren und dass immer eine ausgebildete Fachkraft anwesend ist. Bei einem Unfall mit Säure ist schnelles Handeln wichtig, da die ersten Minuten entscheidend für die Gesundheit des Opfers sind.

Unfälle mit Säuren können in drei Kategorien unterteilt werden: Hautverätzungen, Kontakt mit den Augen und Verschlucken von Säure. Ersthelfer müssen sich selbst in Sicherheit bringen, bevor sie handeln, und Notfall-Sets, die beispielsweise Augenspülflaschen und Medizinkohle enthalten, sollten in Betrieben mit Gefahrstoffen vorhanden sein. Bei einem Säureunfall muss das betroffene Opfer sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, und Hautverätzungen sollten gründlich mit klarem Wasser gespült werden.

Prävention und Schulungen

Um Unfälle in der Zukunft zu vermeiden, sind regelmäßige Schulungen in Erster Hilfe und im richtigen Umgang mit Gefahrstoffen unerlässlich. Wie in einem Bericht auf BGN Branchenwissen beschrieben, können unsachgemäße Handhabung und fehlende Schutzmaßnahmen zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Eine Mitarbeiterin verletzte sich schwer, weil sie keine geeignete persönliche Schutzausrüstung trug, während sie mit einer gefährlichen Reinigungsflüssigkeit arbeitete.

Die Prävention von Unfällen mit Gefahrstoffen erfordert umfassende Schulungen, klare Arbeitsanweisungen und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, um die Risiken zu minimieren und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen.