Am 9. Jänner 2026 kam es zu zwei Einbrüchen in der Region Feldkirchen, die die lokale Polizei auf Trab hielten. Zum einen wurde eine öffentliche Einrichtung im Bezirk Feldkirchen angegriffen. Der Täter brach ein Fenster auf und durchwühlte mehrere Innenräume, wobei er eine Innentür aufbrach. Es wurde Bargeld in bislang unbekannter Höhe entwendet. Unabhängig davon gab es einen weiteren Einbruch in Geschäfts­räumlichkeiten eines Betriebs in Feldkirchen. Hierbei wurden die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht und ebenfalls Bargeld sowie einige geringwertige Gegenstände gestohlen. Bisher ist ein Zusammenhang zwischen beiden Einbrüchen nicht bestätigt worden. Die Ermittlungen sind im Gange, und die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, wie Klick Kärnten berichtet.

Die Polizei beobachtet einen Anstieg der Einbrüche in den letzten Jahren, was nicht nur lokale Aufregung, sondern auch ein alarmierendes Sicherheitsgefühl unter den Bürgern hervorruft. Besonders seit der Corona-Pandemie wurde ein Anstieg der Wohnungseinbruchdiebstähle verzeichnet: Im Jahr 2023 wurden über 119.000 Einbrüche gemeldet, wobei die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 77.800 einen Höchststand seit 2019 darstellt. Dennoch bleibt die Aufklärungsquote mit 14,9 % relativ niedrig, im Vergleich zu anderen Straftaten, wie aus den Daten von Statista hervorgeht.

Einbruch am helllichten Tag

Zusätzlich zu den nächtlichen Einbrüchen wurde am Samstagmittag ein weiterer Einbruch in ein Einfamilienhaus in Feldkirchen verübt. Dieser Vorfall ereignete sich am helllichten Tag, als ein Nachbar zwei Verdächtige beobachtete und die Polizei alarmierte. Die Einbrecher hatten gegen 15 Uhr die Terrassentür des Hauses aufgebrochen und durchsuchten das Innere.

Die Polizei, die in Zivil zu dem Tatort ausrückte, konnte die Täter auf frischer Tat ertappen, als sie versuchten zu fliehen. Die Verdächtigen, ein 19-jähriger und ein 20-jähriger Mann aus München, überquerten während ihrer Flucht mehrmals die angrenzende A94. Schließlich wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt, der die Männer in einem Gebüsch entdeckte, als sie erneut über die Autobahn fliehen wollten. Beide Verdächtigen wurden festgenommen und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt wegen Einbruchsdiebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs, so Süddeutsche Zeitung.

Kriminalitätsentwicklung in Deutschland

Die jüngsten Einbrüche in Feldkirchen sind Teil einer besorgniserregenden Entwicklung im gesamten Land. Laut Statista sind die häufigsten Formen des Einbruchs das gewaltsame Eindringen in Wohnräume. Die Folgen solcher Taten sind nicht nur materieller Schaden, sondern auch eine Verletzung der Privatsphäre und psychische Folgeschäden, die für die Betroffenen oft langanhaltend sind. Insbesondere in städtischen Bundesländern besteht ein höheres Risiko für Einbrüche, während es in Bayern vergleichsweise niedriger bleibt.

Die Polizei hat für 2023 insgesamt 9.890 Tatverdächtige ermittelt und verzeichnete einen hohen Ausländeranteil unter den Tätern. Dieser steht mittlerweile bei 42,9 % bei aufgeklärten Fällen, was einen Höchststand darstellt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Kriminalität im Bereich Wohnungseinbruchdiebstähle in den letzten Jahren ein vielschichtiges und ernstes Problem darstellt. Die Bevölkerung wird weiterhin ermutigt, aufmerksam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden, um die Sicherheit in ihren Gemeinden zu erhöhen.