Feldkirchen

Sanierungsverfahren für Sirnitzer Hackschnitzelproduzenten gestartet

Traurige Nachrichten aus Grillenberg: Der Hackschnitzelproduzent Andreas Michenthaler steckt in der Krise und hat ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Klagenfurt gestartet!

Die Hackschnitzelproduktion unter Leitung von Andreas Michenthaler in Sirnitz sieht sich ernsthaften finanziellen Herausforderungen gegenüber. Am 8. Oktober öffnete das Landesgericht Klagenfurt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung für das Unternehmen.

Ein bereits vorliegender Sanierungsplan sieht eine Rückzahlungsquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren vor. Der Plan soll vor allem durch die Erfüllung bestehender Aufträge finanziert werden. Es wird auch die Möglichkeit erörtert, dass Dritte finanzielle Unterstützung leisten könnten.

Ursachen der finanziellen Schwierigkeiten

Die Gründe für die Insolvenz sind vielschichtig. Michenthaler gab an, dass die Fixkosten und variablen Kosten, darunter Ausgaben für Maschinen und Fahrzeuge, Reparaturkosten sowie Energiekosten, nicht durch die Einnahmen des Unternehmens gedeckt werden konnten. Zudem sind die Bruttolöhne für die angerückten Mitarbeiter gestiegen.

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Besonders negativ wirkte sich auf die Geschäftslage aus, dass der Handel mit Hackschnitzeln keine Gewinne mehr erzielte und die Holztransporte ebenfalls defizitär waren. Probleme wurden durch hohe Finanzierungskosten und die alternden Maschinen und Fahrzeuge verstärkt. Zudem stiegen die Energiekosten und die Löhne, was die Lage weiter verschärfte. All dies führt zu einer kritischen finanziellen Situation, die das Unternehmen in die aktuelle Misere brachte.

Wichtige Informationen für Gläubiger

Die Gläubiger sind aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 18. November 2024 beim KSV1870 einzureichen. Die Frist wird gerichtlich verifiziert. Der ausgewählte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Gustav Ortner aus Spittal/Drau, wird die weiteren Schritte begleiten. Die erste Gläubigerversammlung findet am 2. Dezember 2024 statt, gefolgt von der Sanierungsplantagsatzung am 16. Dezember 2024.

Die finanziellen Belastungen sind signifikant: Rund 300 Gläubiger sind betroffen, wobei die Passiva bei etwa 1,2 Millionen Euro liegen, während die Aktiva lediglich ca. 94.000 Euro betragen.

Für weitere Informationen zum Sanierungsverfahren können interessierte Parteien den aktuellen Bericht auf www.meinbezirk.at einsehen. Das Unternehmen Michenthaler sieht sich in dieser schwierigen Phase einer umfassenden Herausforderung gegenüber, erhält aber auch die Chance, durch den Sanierungsplan neu zu starten und die Geschäftstätigkeit auf eine solide Grundlage zu stellen.


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Quelle
meinbezirk.at

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