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Ehrung für Andrea Ettinger: Masterarbeit zur Weltwirtschaftskrise begeistert!

Am 3. April 2025 wurde die Ökonomin Andrea Ettinger für ihre herausragende Masterarbeit über die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 auf die Kärntner Industrie mit dem „Preis des Geschichtsvereines für Kärnten und des Landeshauptmannes von Kärnten“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit von Gaby Schau­nig, Landeshauptmann-Stellvertreterin, statt, während Landeshauptmann Peter Kaiser in Brüssel war. Gemeinsam mit Wilhelm Wadl, Direktor des Geschichtsvereins, und Thomas Zeloth, Direktor des Landesarchivs, überreichte sie den mit 3.000 Euro dotierten Preis, der die Relevanz von Ettingers Arbeit für das Verständnis aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen unterstreicht. Klick Kärnten berichtet, dass Schaušnig in ihrer Ansprache auf die gegenwärtigen Umbrüche hinwies, die durch technologische Entwicklungen, veränderte Arbeitswelten und geopolitische Spannungen verursacht werden.

Ettingers Forschung analysierte über einen Zeitraum von elf Jahren die Jahresberichte der Kärntner Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie von 1925 bis 1936. Dabei zeigte sich, dass die Weltwirtschaftskrise die Kärntner Industrie stark beeinträchtigte. Die Absatzmengen, die Auslastung der Betriebe und die Beschäftigung erlitten drastische Einbußen, was viele Unternehmen in existenzielle Not brachte. Kärntens Nachrichten hebt hervor, dass einige Branchen, wie zum Beispiel Torf oder Gold, die Krise nicht überstanden. Die Gründe für den wirtschaftlichen Einbruch waren vielfältig und umfassten unter anderem hohe Schutzzölle in den Nachfolgestaaten, einen Mangel an Investitionskapital sowie die eingeschränkten Absatzchancen aufgrund von Gebietsverkleinerungen nach dem Ersten Weltkrieg.

Auszeichnungen und Würdigungen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins erhielt auch der Archäologe und Museumsgründer Franz Glaser die Ehrenmedaille des Geschichtsvereins für Kärnten. Gaby Schau­nig würdigte Glasers Verdienste mit der besonderen Anerkennung durch ein wissendes Kollegium.

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Die Forschungsleistung von Andrea Ettinger basiert auf einem breit gefächerten akademischen Hintergrund. Die Absolventin des Masterstudiums Geschichte hat an der Universität Klagenfurt Studien in Betriebswirtschaft, Anglistik, Amerikanistik, Marketing und Geschichte abgeschlossen. Im Jahr 2021 schloss sie ihr Bachelorstudium in Geschichte ab und promovierte 2024. Der Titel ihrer Masterarbeit lautet „Industrie und Gewerbe in Kärnten im Banne der Weltwirtschaftskrise 1929“ und wurde von Werner Drobesch betreut. AAU blog verweist darauf, dass sie seit 2020 als Projektmanagerin für Human-Resources-Projekte bei Infineon tätig ist und zuvor fünf Jahre als Universitätsassistentin an der Universität Klagenfurt gearbeitet hat.

Ettingers Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der historischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge dar, die auch in der heutigen Zeit von Bedeutung bleiben. Die Preisverleihung ist nicht nur eine Anerkennung für die Absolventin, sondern auch für die wertvolle Forschung, die zur Erhaltung und Aufarbeitung der Kärntner Geschichte beiträgt.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Kärnten, Österreich
Beste Referenz
klick-kaernten.at
Weitere Quellen
ktn.gv.at

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