Am 16. Jänner 2026 wurde bekannt, dass die Künstliche Intelligenz (KI) für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, reagieren die Wirtschaftskammer Kärnten und das Wirtschaftsreferat des Landes mit einem neuen Digitalisierungs-Paket für 2026. Dieses umfasst unter anderem neue Förderungen für Unternehmen, die Unterstützung im Bereich KI benötigen. Laut Klick Kärnten erhalten Unternehmen bis zu sechs Stunden kostenlose Beratung durch Expert:innen der Fachgruppe UBIT. Diese Beratung umfasst zwei Stunden zur Identifizierung geeigneter Use Cases und vier Stunden zur Entwicklung von Prototypen.
Das Paket sieht außerdem die Einführung eines KI-Förderkompasses vor, einem Chatbot, der potenziellen Nutzern hilft, passende Fördermöglichkeiten zu finden. Rund 50 Projekte werden gefördert, was die Initiative zu einem bedeutenden Schritt hin zur Förderung von KI in der Region macht.
Erweiterte Cybersicherheitsanforderungen
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Cybersicherheit. Ab Oktober 2026 werden gemäß dem neuen NISG 2026 viele Unternehmen gesetzlich verpflichtet, strenge Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Dieses Gesetz ist Teil einer umfassenden Initiative zur Verbesserung der Cybersicherheit und folgt der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie, welche am 6. Dezember 2025 in Kraft trat. In diesem Zusammenhang haben sich die Anforderungen an die Cybersicherheit der Bundesverwaltung und bestimmter Unternehmen in Deutschland erheblich erhöht. Das BSI berichtet, dass künftig etwa 29.500 Einrichtungen unter der Aufsicht des BSI stehen werden, was einen dramatischen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen 4.500 Einrichtungen darstellt.
Betroffene Unternehmen sind aufgefordert, sich selbst zu registrieren und sicherzustellen, dass sie die neuen Anforderungen erfüllen. Das BSI empfiehlt, bis Ende 2025 einen MUK-Account einzurichten, um Zugang zu den neuen digitalen Dienstleistungen der Verwaltung zu erhalten. Meldungen über erhebliche Sicherheitsvorfälle müssen künftig über ein Online-Formular eingereicht werden. Dies betrifft nicht nur Unternehmen aus kritischen Infrastrukturen, sondern auch Lebensmittelproduzenten, Online-Marktplätze und Unternehmen aus dem Entsorgungssektor, wie TÜV Nord hervorhebt.
Fördermaßnahmen und Veranstaltungen 2026
Um Unternehmen in ihrer Anpassung an diese neuen Herausforderungen zu unterstützen, bietet die Wirtschaftskammer Kärnten eine NIS2-Beratungsförderung an, die bis zu 10 kostenlose Beratungsstunden für rechtliche Abklärungen, technische Checks und Risikomanagement umfasst. Darüber hinaus sind mehrere Veranstaltungen für das Jahr 2026 geplant, darunter ein KI-Day am 5. Mai, ein Digital Service Day sowie eine Cyber Security Night, die den Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft fördern sollen.
Die Landesregierung und die Wirtschaftskammer Kärnten investieren gemeinsam 200.000 Euro, um Unternehmen in den Bereichen KI, Digitalisierung und Cybersicherheit zu unterstützen. Der Start dieser Maßnahmen stellt einen wichtigen Schritt dar, um Kärnten als zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort zu etablieren und die Unternehmen auf die steigenden Herausforderungen in der digitalen Ära optimal vorzubereiten.