Der Komödiensommer in Porcia steht vor einem besonderen Jubiläum: Im Sommer 2026 feiert das traditionsreiche Theater seine 65. Spielzeit. Unter dem Motto „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ wird in dieser Saison die Themenfelder von Wahrnehmung, Wahrheit und Täuschung auf die Bühne gebracht. Das Programm bietet eine spannende Mischung aus Klassikern und zeitgenössischen Produktionen, die die Zuschauer zum Nachdenken anregen sollen. Klick Kärnten berichtet von der Rückkehr des beliebten Stücks „Der Gefoppte“ von George Feydeau, das bereits 1961 im Spielplan stand und thematisiert die Unsicherheiten in Liebesbeziehungen.
Das Ensemble Porcia eröffnet die Jubiläumssaison am 3. Juli mit „Der Gefoppte“. In der kommenden Spielzeit wird Florian Eisner fünf Eigenproduktionen inszenieren, darunter eine Kriminalkomödie mit dem Titel „Halbpension mit Leiche“, die einen detektivischen Spürsinn erfordert, und die Theateradaption der beliebten Kinokomödie „Honig im Kopf“. Auch für die jüngeren Zuschauer gibt es ein ansprechendes Angebot: „Bremer Stadtmusikanten“ wird als Märchenaufführung für Familien inszeniert. Die Kleine Zeitung verweist darauf, dass die Uraufführung der Produktion „Doppelt gemoppelt“, die mit dem Österreichischen Komödienpreis Porcia 2025 ausgezeichnet wurde, die selbstoptimierte Gesellschaft und den Theaterbetrieb scharf kritisiert.
Vielfältiges Begleitprogramm
Das Rahmenprogramm der Jubiläumssaison ist besonders vielseitig gestaltet. Dazu zählen eine fünf-tägige Komödien-Schule namens „Playstation Porcia“, die an Museen angepassten Kinderveranstaltungen sowie das Nachtkabarett „Theater zum Mitnehmen“. Außerdem können die Zuschauer bei Treffen mit dem Ensemble hinter die Kulissen blicken. Ein weiteres Highlight ist das Jubiläumskonzert am 23. August, auf das sich die Theaterliebhaber freuen können. Die Ausschreibung des Österreichischen Komödienpreis Porcia wird auch in diesem Jahr wiederholt, wobei unveröffentlichte deutschsprachige Texte bis zum 31. März eingereicht werden können. Klick Kärnten hebt hervor, wie wichtig das Festival für die Kärntner Kulturlandschaft ist.
Angelica Ladurner, die den Theaterwagen leitet, plant über 100 Vorstellungen, darunter das Kinderstück „Das Eulenmädchen“. Diese Initiativen zeigen, dass der Komödiensommer in Porcia sich nicht nur um die Aufführungen dreht, sondern auch um die Förderung von Kunst und Theater. In seiner ersten Saison hat Florian Eisner mehr als 16.500 Besucher nach Spittal gelockt, und die Vorfreude auf die kommende Spielzeit ist somit groß.
Das Motto der Saison, das von Paul Watzlawick inspiriert wurde, wirft Fragen auf und regt die Zuschauer zur Reflexion an. „Wie ist das eigentlich mit der Wirklichkeit?“ wird auch im Kontext von Humor, Drama und der Gesellschaft diskutiert. Die Jubiläumssaison verspricht, nicht nur unterhaltsam zu sein, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Komplexität von Wahrnehmung und Wahrheit zu vermitteln. Theatergeschichte bietet interessante Einblicke in das historische und kulturelle Umfeld, das die Theaterlandschaft prägt und damit den aktuellen Diskurs unterstützt.