Julio Iglesias, der berühmte spanische Schlager-Weltstar, sieht sich schweren Vorwürfen sexueller Übergriffe ausgesetzt. In einer öffentlichen Erklärung hat er die Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen. Iglesias bezeichnet die Vorwürfe als „absolut falsch“ und erläutert, dass sie ihn tief traurig machen. Laut Iglesias hat er niemals eine Frau unter Druck gesetzt oder respektlos behandelt. Diese Darstellungen sind jedoch von zwei früheren Angestellten, einer Haushaltshilfe und einer Physiotherapeutin, die berichten, dass sie während ihrer Zeit mit Iglesias sexuellen Übergriffen, Beleidigungen, Demütigungen, Gewaltanwendung und Zwangsarbeit ausgesetzt waren. Diese mutmaßlichen Vorfälle sollen sich 2021 in zwei seiner Villen in Punta Cana (Dominikanische Republik) und Lyford Cay (Bahamas) ereignet haben. oe24 berichtet, dass die beiden Frauen in Videos von ihren Erlebnissen berichten und beklagen, dass Iglesias ihr „Leben zerstört“ habe.
Die Vorwürfe wurden ursprünglich von der spanischen Digitalzeitung „elDiario.es“ sowie Univisión Noticias veröffentlicht. Iglesias hat die Vorwürfe als „Boshaftigkeit“ charakterisiert und betont, dass er die Wahrheit verteidigen will. In einer weiteren Entwicklung wurde eine Anzeige gegen Iglesias bei der Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof in Madrid eingereicht. Derzeit laufen Ermittlungen, wobei weitere Details aus Opferschutzgründen bislang nicht veröffentlicht wurden.
Rechtlicher Kontext und Schutz von Opferrechten
Die rechtlichen Aspekte von sexueller Gewalt sind vielschichtig und komplex. Internationale Verträge und nationale Gesetze sollen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern alle Betroffenen vor sexueller Gewalt schützen. Der Fokus liegt darauf, im besten Fall zu verhindern, dass solche Taten überhaupt geschehen. Bei bereits eingetretenen Übergriffen bieten diese Regelungen jedoch auch Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass Opfer von sexueller Gewalt Anspruch auf Entschädigung haben, die zivilrechtlich direkt vom Täter oder über das Soziale Entschädigungsrecht vom Staat eingeklagt werden kann. Die Beauftragte für Missbrauch berichtet, dass hier insbesondere auch Kinderrechte und Schutzpflichten im digitalen Raum von Bedeutung sind.
Die beiden mutmaßlichen Opfer von Iglesias erhalten durch Bezeugungen von Bekannten und Ärzten Rückhalt für ihre Aussagen, die nun im Rahmen der Ermittlungen betrachtet werden müssen. Die Vorwürfe und die dazugehörigen rechtlichen Schritte werfen erneut ein Licht auf den sensiblen und umfangreichen Themenkomplex sexueller Gewalt und dessen rechtliche Behandlung.
Die Situation bleibt angespannt, und die Öffentlichkeit wartet auf weitere Entwicklungen in dieser Angelegenheit. Spiegel berichtet, dass die Ermittlungen in vollem Gange sind und es wichtig ist, die Informationen gründlich zu überprüfen und die Ansprüche der Betroffenen ernst zu nehmen.