Der Jugendtreff Mauerbach veranstaltete kurz vor Jahresende ein Event namens „Bye 2025“, um den Jahresabschluss zu zelebrieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von Nathalie Barta, Angelina Janu und Lea Kerschbaumer, die mit diesem Event einen weiteren Schritt zur Integration der Jugendlichen in die Gemeinschaft machen wollten. Der Jugendtreff, eröffnet 2024 in den ehemaligen Räumlichkeiten des Clubs Züü, ist das Ergebnis einer Initiative zur Schaffung eines Raumes, der den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird. Der Club wurde früher vom Verein „Re:spect“ betrieben und sollte durch eine neue Ausrichtung an die Wünsche und Anforderungen der jungen Generation angepasst werden.

Trotz dieser Bemühungen gab es in der Vergangenheit Herausforderungen. Der erste Versuch, den Jugendtreff mit ausgebildetem Personal zu betreiben, stieß auf wenig Resonanz bei den Jugendlichen. Viele äußerten Unzufriedenheit mit den Öffnungszeiten und forderten mehr Mitbestimmung sowie eine selbstorganisierte Struktur. Diese Rückmeldungen spiegeln ein zentrales Thema wider: Die notwendige Anpassung der Jugendarbeit an die realen Bedürfnisse der Jugendlichen, wie auch im Bericht zur Lage der Jugend in Österreich beschrieben.

Bedürfnisse der Jugend

Der Drittbericht zur Lage der Jugend in Österreich behandelt vier Teilbereiche, die unter anderem die Jugendarbeit in Gemeinden umfassen. Hierbei zeigt sich, dass traditionelle Formate oft die Wünsche der Jugendlichen nicht erfüllen. Sie verlangen nach szeneorientierten und jugendkulturellen Freizeitangeboten, die zur Stärkung ihrer Identität und zur Schaffung eines Sinns in ihrem Leben beitragen. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, da die gegenwärtige Jugendarbeit stark von Vereinsstrukturen geprägt ist, was häufig zu Unzufriedenheit führt.

Ein weiteres Problem ist die Dominanz kommerzieller Anbieter im Freizeitbereich, die benachteiligte Jugendliche oft ausschließen. Faktoren wie mangelnde Mobilität und fehlende Erlaubnis der Eltern erschweren den Zugang zu bestehenden Angeboten. Während Jugendliche ihre Wünsche artikulieren, haben sie oft das Gefühl, dass es an Möglichkeiten zur tatsächlichen Durchsetzung mangelt. Empfehlungen aus dem Bericht raten dazu, die politische Jugendbeteiligung auszubauen und rechtliche Ansprüche auf Mitbestimmung zu fördern.

Organisation und Mitbestimmung

Die Gemeinde mit Jugendbeauftragten zeigt tendenziell bessere Freizeitangebote für Jugendliche. Zudem können Jugendforen helfen, die Interessen der Jugendlichen besser zu artikulieren. Trotz positiver Wahrnehmung von Partizipationsprojekten berichten viele Jugendliche auch von einer gewissen Politikverdrossenheit. Bei der Teilnahme an derartige Projekte jedoch wird demokratisches Bewusstsein und Solidaritätsgefühl gestärkt.

Das Event „Bye 2025“ im Jugendtreff Mauerbach könnte als Modell für eine erfolgreiche Integration der Jugendlichen in die Gestaltung ihrer Freizeitseen dienen. Es ist wichtig, dass solche Initiativen nicht isoliert bleiben, sondern in einem größeren Kontext der Jugendpolitik und -forschung betrachtet werden, um die Entwicklung geeigneter Angebote für die Jugendlichen zu unterstützen.