Intervalltraining hat sich als eine der effektivsten Methoden etabliert, um die Leistung von Läufern signifikant zu steigern. Es kombiniert Phasen intensiven Laufens mit Erholungsphasen und findet somit Anwendung sowohl im Amateur- als auch im Leistungssport. Laut Klick Kärnten hat Intervalltraining zahlreiche Vorteile, darunter die Steigerung der kardiovaskulären Fitness, eine höhere Ausdauer und Belastbarkeit sowie einen verstärkten Nachbrenneffekt, der ideal zur Kalorienverbrennung ist.

Die Struktur des Intervalltrainings kann stark variieren. Es gibt kurze Intervalle von 30 Sekunden bis 2 Minuten, die gezielt die Schnelligkeit verbessern. Längere Intervalle von 3 bis 5 Minuten hingegen sind vorteilhaft für Langstreckenläufer, da sie die aerobe Kapazität fördern. Einsteiger sollten bereits in der Lage sein, mehrere Kilometer am Stück zu laufen, bevor sie mit dieser Trainingsform beginnen. Ein Beispiel für ein Einsteigertraining besteht aus sechs 30-Sekunden-Sprints mit jeweils einer Minute Trabpause, ergänzt durch 10 Minuten lockeres Laufen zu Beginn und am Ende.

Variationen und Intensitätssteuerung

Das Intervalltraining bietet diverse Variationen, die durch unterschiedliche Längen, Geländeformen und Streckenvielfalt erreicht werden können. Um das Training effektiver zu gestalten, kann die Herzfrequenz zur Steuerung verwendet werden. Oft liegt der Puls in Belastungsphasen zwischen 85 und 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz, während er in den Erholungsphasen zwischen 60 und 70 Prozent schwankt. Die Faustformel zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz lautet: 220 minus Lebensalter. Diese Anpassungsmöglichkeiten machen das Intervalltraining sowohl für Anfänger als auch für Profis attraktiv.

Ein weiteres wichtiges Element im Intervalltraining ist die Unterscheidung zwischen aerobem und anaerobem Training. Wie Akademie für Sport und Gesundheit beschreibt, umfasst aerobes Intervalltraining Arbeitsintervalle unter 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz während die anaeroben Intervalle oberhalb oder nahe der anaeroben Schwelle liegen. Für Anfänger sind aerobes Training und die Extensive Intervallmethode sinnvoll, während erfahrene Athleten von einem intensiven Programm profitieren können.

Trainingsmethoden für alle

Das Intervalltraining lässt sich in verschiedene Trainingsmethoden unterteilen, die jeweils spezifische Ziele verfolgen. Die Hauptrichtungen sind die Dauermethode, die Intervallmethode und die Wiederholungsmethode. Dabei wird bei der Intervallmethode zwischen extensiven und intensiven Trainingsformen unterschieden, wobei intensive Intervalle in der Regel längere Pausen nach sich ziehen, was die Belastungsintensität erhöht. Diese Differenzierung ist wichtig, um die passende Methode für das individuelle Fitnesslevel und die Zielsetzungen auszuwählen.

Ein Platz im Rehabilitationsbereich nimmt Intervalltraining ebenfalls ein, da Studien zeigen, dass es bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit bessere Ergebnisse liefert als kontinuierliches Training. Akademie für Sport und Gesundheit hebt hervor, dass durch Intervalltraining nicht nur die Ausdauer, sondern auch die allgemeine sportliche Leistung deutlich gesteigert werden kann. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Intervalltraining eine vielseitige und effektive Methode darstellt, die sowohl aus gesundheitlicher als auch aus leistungssteigernder Sicht für eine breite Zielgruppe von Sportlern von Vorteil ist.