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Inflation bricht unter 3 Prozent: Lebensmittelpreise steigen weiter!

Im März 2025 verzeichnete Österreich eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, wie 5min.at berichtet. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten dar, die jeweils 3,2 Prozent aufwiesen. Damit liegt die Inflation erstmals seit Januar und Februar unter der Marke von drei Prozent, was einen positiven Trend in der Geldwertentwicklung zeigt.

Der Rückgang der Inflationsrate bringt die Werte näher an das angestrebte 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Dennoch bleibt die Rate über diesem wichtigen Schwellenwert. Besondere Treiber dieser Preissteigerungen waren Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres um 4,2 Prozent anstiegen. Auch Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verzeichneten einen Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem Haushalte mit niedrigeren Einkommen stark belastet.

Preisentwicklung im Detail

Die Energiepreise stiegen um 2,2 Prozent, wobei Anstiege bei den Strompreisen zu verzeichnen waren. Die gesenkten Treibstoffkosten hatten jedoch teilweise eine entlastende Wirkung, erklärte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Diese Entwicklungen wurden auch im Rahmen des Verbraucherpreisindex (VPI) analysiert, der die Preisveränderungen von Waren und Dienstleistungen über die Zeit hinweg misst.

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Der VPI ist ein Maßstab für das Preisniveau auf Konsumentenstufe und zeigt den Geldwertverlust für Endverbraucher. Monatlich veröffentlicht von Statistik Austria, ist der VPI entscheidend für Wertsicherungen und Lohnverhandlungen. Zusätzlich wird der Harmonized Index of Consumer Prices (HVPI) als Instrument zur Inflationsmessung in Europa verwendet, um die Geldwertstabilität innerhalb der Währungsunion zu bewerten. Der VPI und HVPI basieren auf einem repräsentativen Warenkorb, der die gängigsten Konsumgüter eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich umfasst, strukturiert nach COICOP (Classification of Individual Consumption by Purpose).

Relevanz für den Alltag

Die kontinuierliche Überwachung und Anpassung des Verbraucherpreisindex, die alle fünf Jahre erfolgt, ist entscheidend, um die Warenkorbzusammensetzung und die Gewichtung der Indexpositionen an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen. Dies ermöglicht eine präzise Analyse der Preisentwicklung in verschiedenen Kategorien wie Elektrizität, Gas und Brandstoffe, die unter COICOP Position 4.5 fallen. Die monatlichen Berichte zu den Entwicklungstrends unterstützen nicht nur Ökonomen, sondern auch Unternehmen, um auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Um weitere Informationen zu Wertsicherungsklauseln und häufig gestellten Fragen bezüglich VPI und HVPI zu erhalten, können interessierte Parteien den umfassenden Datensatz auf wko.at einsehen.

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Österreich
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