Am Dienstag, dem 20. Jänner 2026, fand die die ibobb-Messe im Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten statt. Diese bedeutende Veranstaltung wurde von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten organisiert. Ziel der Messe war es, Bildungs- und Berufswege hervorzuheben und dadurch jungen Menschen eine Orientierung zu bieten, die zunehmend vor der Frage ihrer beruflichen Zukunft stehen. Laut klick-kaernten.at präsentierten 28 Schulen, Hochschulen und Institutionen ihre Ausbildungsangebote und Karrierewege.
Bei der Veranstaltung begrüßte Landeshauptmann Peter Kaiser die Anwesenden und unterstrich die essenzielle Rolle junger Menschen für die gesellschaftliche Entwicklung. Er hob die verbesserten Rahmenbedingungen hervor, die ihnen durch durchlässige Bildungssysteme und neue Kombinationsmöglichkeiten, wie die Lehre mit Matura, geboten werden. In Kärnten gibt es derzeit vier Hochschulen mit insgesamt 22.000 Studierenden, was die Bildungslandschaft der Region stärkt.
Bildungspolitische Stellungnahmen
Bildungslandesrat Peter Reichmann betonte die Notwendigkeit, jungen Menschen echte Chancen zu bieten, unabhängig von ihrem Bildungsweg. Bildung ist der Schlüssel zu besseren Zukunftsperspektiven. Herwig Draxler von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten führte durch die Messe und stellte die Bedeutung einer fundierten beruflichen Orientierung heraus. Sven Fisler, Rektor der Pädagogischen Hochschule Kärnten, wies auf die tiefgreifenden Veränderungen am Arbeitsmarkt hin, die die heutigen Entscheidungsmöglichkeiten für Schüler beeinflussen.
Bildungsdirektorin Isabella Penz informierte darüber, dass rund 5.000 Volkschulkinder kurz vor der Entscheidung zwischen Mittelschule und AHS stehen. Gleichzeitig stehen etwa 2.000 Maturantinnen und Maturanten vor der Wahl ihres weiteren Ausbildungsweges. In diesem Kontext dankte Nika Bašić, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer, den Akteuren der Berufsorientierung in Schulen für ihre wichtige Arbeit.
Vielfältige Angebote zur Berufsorientierung
Bei der beruflichen Orientierung ist es entscheidend, Jugendliche frühzeitig und systematisch zu begleiten. Die Initiative Bildungsketten, die 2010 vom BMBF gegründet wurde, hat das Ziel, jungen Menschen beim Einstieg in das Berufsleben zu helfen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Verschiedene Programme wurden implementiert, um junge Menschen individuell zu unterstützen, wie beispielsweise das Berufsorientierungsprogramm (BOP), das bereits in der 7. Klasse beginnt und Potenzialanalysen sowie praxisorientierte Tage umfasst, um die Talente und Interessen der Jugendlichen zu fördern. Zudem bietet das Programm VerOnika up! Einblicke in MINT- und soziale Berufe, während der Berufswahlpass die Schüler bei der Strukturierung ihrer Dokumente unterstützt. Weitere Initiativen wie KAUSA und VerAplus setzen sich speziell für junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund ein und bieten gezielte Unterstützung.
Zusammengefasst ist die ibobb-Messe nicht nur ein wichtiges Ereignis, um den Schülern und Studierenden in Kärnten die Vielfalt der Bildungs- und Berufswege vorzustellen, sondern auch ein Spiegel der laufenden Bemühungen, die berufliche Orientierung in Österreich zu stärken. Details zu den Programmen und Initiativen finden Sie auf der Webseite des BMBF, wo eine umfassende Übersicht der Maßnahmen zur beruflichen Orientierung zu finden ist.