Ein heftiger Sturm und starke Regenfälle haben heute, am 14. Februar 2026, in Teilen von Südwestfrankreich katastrophale Hochwasserbedingungen verursacht. Berichten von vienna.at zufolge galt in zwei Départements die höchste Unwetterwarnstufe Rot, während 13 weitere Départements unter Warnstufe Orange standen. Der Warndienst Vigicrues meldete bereits eingetretene und drohende Übertritte an Wasserläufen.
Infolge der extremen Wetterbedingungen mussten hunderte Menschen vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden. Mindestens zwei Menschen starben aufgrund des Sturms, der unter dem Namen „Nils“ bekannt ist. Zu den schwerwiegenden Folgen zählt, dass zeitweise fast 900.000 Haushalte ohne Strom waren, viele davon dauerhaft im Dunkeln. Der Dienst meldete, dass derzeit etwa 182.000 Haushalte weiterhin ohne Strom sind. Die außergewöhnliche geografische Ausdehnung und Dauer des Hochwassers wurden von Lucie Chadourne-Facon von Vigicrues hervorgehoben.
Wetterwarnungen in Europa
Solche Unwetterereignisse haben auch Auswirkungen auf andere Regionen. Laut Informationen von ndr.de sind Wetterwarnungen für Deutschland verfügbar, wobei Landkreise ohne aktuelle Warnungen in grau eingefärbt sind. Hier werden verschiedene Warnstufen angeboten, um die Bevölkerung auf mögliche Wetterschäden aufmerksam zu machen, von einfachen Wetterwarnungen bis hin zu extremen Wetterereignissen, die die höchsten Gefahrenstufen erreichen können. Dies ist besonders relevant, da auch in Deutschland mit Sturmsystemen gerechnet werden muss.
Die weitreichenden Konsequenzen von Extremwetterphänomenen sind nicht nur eine kurzfristige Sorge. Forschende der Initiative World Weather Attribution warnen, dass solche Ereignisse durch den Klimawandel in Zukunft doppelt so häufig auftreten könnten. Wie tagesschau.de berichtet, zeigen aktuelle Studien, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für extrem starke Regenfälle erhöht und diese um sieben Prozent verstärkt. Dieses Phänomen ist besonders alarmierend, da der Sommer 2024 der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war und die damit verbundenen Wetterextreme bereits zu ernsthaften Schäden in anderen Regionen Europas geführt haben.
Auswirkungen und Maßnahmen
Die jüngsten Regenfälle in Mitteleuropa haben nicht nur Menschenleben gefordert, sondern auch bedeutende materielle Schäden angerichtet. In Ländern wie Polen, Tschechien und Österreich kam es zu großflächigen Überschwemmungen, bei denen mindestens 24 Menschen ums Leben kamen. Trotz der hohen Fallzahlen bei den Niederschlägen waren die Todesopfer geringer als bei ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit, was als Erfolg von Investitionen in Frühwarnsysteme gewertet wird.
Die EU hat bereits Notfallmittel bereitgestellt, um die durch Hochwasser und Sturm verursachten Schäden zu beheben. Maja Vahlberg, eine Expertin auf diesem Gebiet, fordert zudem weitere Maßnahmen zur Integration des Klimawandels in die Flächennutzungsplanung, um kommende Überschwemmungen besser bewältigen zu können. Wissenschaftler der World Weather Attribution heben hervor, dass bei einer weiteren Erwärmung das Risiko extremer Wetterereignisse erheblich zunimmt. Daher ist ein globales Handeln zur Begrenzung des Klimawandels unerlässlich.