Österreichs Handball-Männer haben bei der EM in Dänemark/Schweden/Norwegen den Aufstieg in die Hauptrunde verpasst. Nach einer Niederlage gegen Deutschland folgte in einem enttäuschenden Spiel die zweite Pleite gegen Spanien, die mit 25:30 endete (12:19). Damit können die Österreicher nicht mehr unter die Top zwei in Gruppe A aufsteigen, was das Weiterkommen in das Turnier unmöglich macht. Das letzte Vorrundenspiel findet am Montag gegen Serbien statt.

Der neue Trainer der österreichischen Nationalmannschaft, Iker Romero, wartet weiterhin auf seinen ersten Sieg an der Seitenlinie. Bei der Niederlage gegen Spanien zeigte das Team einen schwachen Start und lag bereits in der zehnten Minute mit 4:7 zurück. Obgleich Lukas Hutecek im Angriff eine Verbesserung zeigte, war die Defensivleistung unzureichend. In der ersten Halbzeit konnte die Abwehr nicht überzeugen und ließ zahlreiche freie Würfe zu, was zu einem Rückstand von sieben Toren zur Halbzeit führte – dem größten Rückstand für Österreich in einem Bewerbsspiel seit Jänner 2014.

Schwankungen in der Leistung

Österreich konnte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 15:20 verkürzen, jedoch drängte sich der Verdacht auf, dass die Chancen, das Spiel zu drehen, wiederholt vergeben wurden. Constantin Möstl zeichnete sich im Finish durch mehrere Paraden aus, die dem Team zusätzliche Hoffnung gaben, doch die Wende blieb aus.

Iker Romero, geboren am 15. Juni 1980 in Vitoria-Gasteiz, Spanien, hat eine beeindruckende Spielerkarriere hinter sich. Er debütierte mit 17 Jahren in der Liga Asobal und spielte für prominente Clubs wie den FC Barcelona, wo er eine Vielzahl an Titeln gewann, darunter zwei EHF Champions League. Zudem war er ein bedeutender Spieler der spanischen Nationalmannschaft, mit der er 2005 die Goldmedaille bei der WM gewann.

Die Zukunft mit Iker Romero

Ab Sommer 2026 wird Romero das österreichische Nationalteam trainieren. Sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2028. Romero wird die Nachfolge von Aleš Pajovič antreten, der dem Nationalteam die Teilnahme an der EHF EURO 2026 ermöglichen möchte. ÖHB-Präsident Markus Plazer hebt das Ziel hervor, den erfolgreichen Weg fortzusetzen und die Olympiateilnahme 2028 anzustreben. Patrick Fölser, ÖHB-Sportdirektor, lobt Romeros Erfahrung und Engagement für die Entwicklung junger Talente.

Romero bringt als Trainer bereits Erfahrung mit, nachdem er 2017 als Co-Trainer bei TSV Hannover-Burgdorf begann und später die SG BBM Bietigheim als Cheftrainer übernahm. Mit dieser führte er das Team in die DAIKIN Handball Bundesliga und konnte 2024 den Aufstieg feiern. Fans und Verantwortliche setzen große Hoffnungen in ihn, um die Wende für die österreichische Handballmannschaft herbeizuführen.