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Grüne fordern 1.000 neue Deutschförderkräfte für Wiens Schulen!

Die Lage an den Schulen in Wien spitzt sich zu, und die politischen Forderungen werden immer lauter. Die Grünen haben in einer aktuellen Pressekonferenz unter der Leitung ihrer Bildungssprecherin Sigrid Maurer den dringenden Bedarf an zusätzlichen Deutschförderkräften für Kindergärten und Schulen betont. Sie fordern 1.000 neue Deutschförderkräfte in Kindergärten und 400 weitere Lehrkräfte für Schulen, um den Herausforderungen der steigenden Zahl von Schülern mit Migrationshintergrund besser begegnen zu können. Zudem sollen 200 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eingestellt werden, um die Situation zu entlasten. vienna.at berichtet, dass die Hälfte dieser zusätzlichen Kräfte in Wien eingesetzt werden soll.

Judith Pühringer, die grüne Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahlen, schloss sich den Forderungen an, indem sie auf die Notwendigkeit von Investitionen in Schulen und Kindergärten hinwies. Maurer kritisierte zudem die Regierung scharf für die geplante Pause beim Familiennachzug für Flüchtlinge, die als Rechtfertigung für den Personalengpass an Schulen angeführt wird. Was beabsichtigt die Regierung konkret zu unternehmen, um die akute Notlage an Schulen zu bewältigen? Maurer stellte auch klar, dass trotz der angespannten Budgetlage Geld für zusätzliches Lehr- und Unterstützungspersonal bereitgestellt werden müsse. Ein Blick auf die Situation zeigt, dass viele Schüler, die dem Unterricht aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht folgen können, bereits in Österreich geboren wurden.

Schulische Herausforderungen und Bildungspolitik

Die aktuelle Situation an den Wiener Schulen ist besorgniserregend. Daten zeigen, dass pro Monat bis zu 350 Kinder im Familiennachzug an Wiener Schulen eintreffen, viele von ihnen mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen. In fünf Bezirken haben mehr als 50% der Volksschüler einen außerordentlichen Status, was bedeutet, dass sie spezifische Unterstützungsmaßnahmen zur Sprachförderung benötigen. In Margareten liegt dieser Anteil sogar bei alarmierenden 68%. science.apa.at beschreibt auch, wie diese Umstände den Druck auf die Schulen erhöhen, was in einigen Fällen bereits zu Alarmrufen seitens der Lehrervertretungen geführt hat.

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Die statistischen Informationen belegen zudem, dass mehr als ein Viertel aller Schüler in Österreich eine nicht-deutsche Umgangssprache hat, wobei in Wien sogar über die Hälfte der Schüler betroffen ist. Diese Mehrsprachigkeit bringt Herausforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf die Unterrichtssprache und die Integrationsmöglichkeiten. Schüler mit Migrationshintergrund haben oft Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen, was durch die geringe formale Bildung ihrer Eltern und deren sozial-ökonomischen Status noch verstärkt wird. integrationsfonds.at hebt hervor, dass die Schulen in Österreich insbesondere in städtischen Ballungsräumen vor besonderen Herausforderungen durch soziale, ökonomische und kulturelle Durchmischungen der Schüler stehen.

Politische Debatte und Lösungsansätze

Die politische Debatte über die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung von Schulen ist im vollen Gange. Karl Mahrer, der Obmann der Wiener ÖVP, fordert ebenfalls mehr Deutschförderung, während FPÖ-Chef Dominik Nepp sogar eine Aussetzung der Sozialhilfe für Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge vorschlägt. Lehrervertreter warnen vor einer Überlastung der Schulen und kritisieren den Mangel an Sozialarbeitern sowie Psychologen, die für eine angemessene Unterstützung der Schüler sorgen könnten.

Die Lehrervertretung äußert alarmierende Befürchtungen über die steigenden Zahlen von Kindern aus Kriegsgebieten, welche die Situation an den Schulen weiter belasten. Vor allem der Vizechef der Wiener Pflichtschullehrergewerkschaft spricht davon, dass einige Schüler mit geringeren sprachlichen Fähigkeiten in die Pflichtschulen eintreten als ihre Vorgänger. Thomas Krebs, der oberste Wiener Pflichtschullehrervertreter, hat die Politik aufgefordert, schnelle und langfristige Interventionen zur Verbesserung der Situation zu implementieren.

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Wien, Österreich
Beste Referenz
vienna.at
Weitere Quellen
science.apa.at

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