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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: NÖ und Tschechien stärken Gesundheit und Kultur!

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat heute nach einem Arbeitsgespräch mit Kreishauptleuten aus Südmähren und Vysočina sowie dem ehemaligen Kreishauptmann von Südböhmen den aktuellen Stand des grenzüberschreitenden Dialogs zwischen Niederösterreich und Tschechien präsentiert. Gemäß ots.at betonte sie die seit den 1980er Jahren bestehende enge Zusammenarbeit. Diese sei wichtiger denn je, insbesondere in Zeiten globaler Unsicherheiten.

Aktuell wird ein siebtes Arbeitsprogramm bis 2029 vorbereitet, welches insgesamt 13 Arbeitsgruppen umfasst. Diese Gruppen werden Lösungen für wesentliche Themen wie Kultur, Jugend, Gesundheit, Verkehr und Katastrophenschutz erarbeiten. Besonders hervorgehoben wurde der Gesundheitsbereich, in dem das Healthacross MED Gmünd Gesundheitszentrum eine zentrale Rolle spielt, das jährlich rund 65.000 Patienten betreut.

Gesundheitskooperation im Grenzraum

Das Healthacross MED Gmünd, das seit 2021 sowohl tschechische als auch österreichische Patienten behandelt, gilt als Vorreiter in Europa im Bereich der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung. Wie medgmuend.noe-lga.at berichtet, ist dieses Projekt ein Ergebnis der INTERREG-Programme, die seit 2007 mit dem Ziel der Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität in Grenzregionen ins Leben gerufen wurden. Eine Investition von bis zu 120 Millionen Euro ist für den Bau einer neuen Gesundheitsklinik in Gmünd geplant.

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Die Initiative „Healthacross“ bündelt alle internationalen Gesundheitsaktivitäten Niederösterreichs und stellt eine bedeutende länderübergreifende Kooperation dar. Die Bedeutung dieser Zusammenarbeit wurde auch bei einem Besuch einer internationalen Delegation der Danube Region Strategy hervorgehoben, die sich im April 2024 über das Gesundheitsprojekt informierte.

Kulturelle Aspekte und Regionalentwicklung

Im Kulturbereich wird die Landesausstellung 2028 in Gmünd unter dem Titel „Wasserwelt Waldviertel“ eine Schlüsselrolle in der Regionalentwicklung spielen. Diese Ausstellung wird ein wichtiges ergänzendes Angebot zur Europäischen Kulturhauptstadt 2028 in Budweis darstellen. Mikl-Leitner erwähnte auch die geplante Renovierung des Palmenhauses in Gmünd für kulturelle Zwecke, was die Stadt zu einem bedeutenden Anlaufpunkt zwischen Wien und Prag macht.

Die gute Zusammenarbeit zwischen den Regionen hat zu einer Verdopplung der Wirtschaftsleistung und einer Verzehnfachung der Exporte und Investitionen geführt. Historische Meilensteine hierfür sind u.a. der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und die EU-Beitritte von Österreich 1995 sowie der Tschechischen Republik 2004. Kreishauptmann Jan Grolich erinnerte an die lebensrettenden Maßnahmen der NÖ Flugrettung während des Tornados in Südmähren, während Martin Kukla von der erfolgreichen Jugend-Uni Waldviertel und der ersten grenzüberschreitenden Landesausstellung 2009 berichtete.

Die Rolle von Interreg

Die gesamte grenzüberschreitende Zusammenarbeit profitiert von den INTERREG-Programmen, die auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung und Lebensqualität in Grenzregionen abzielen. Diese Programme beziehen sich auf NUTS-III-Regionen benachbarter Mitgliedstaaten und setzen sich aus EU-Fördermitteln sowie nationalen und regionalen Mitteln zusammen, wie in einem Artikel auf interreg.de erläutert wird.

Insgesamt ist die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Niederösterreich und Tschechien ein Paradebeispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit, die nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch kulturellen und gesundheitlichen Aspekte beleuchtet.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
In welchen Regionen?
Gmünd
Genauer Ort bekannt?
Gmünd, Österreich
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
medgmuend.noe-lga.at

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