Ein 68-jähriger Jurist und pensionierter Manager aus Graz steht im Fokus eines internationalen Verfahrens, nachdem er in Mexiko wegen Drogenschmuggels verhaftet wurde. Am 26. August 2024 wurde er am Flughafen von Mexiko-Stadt festgenommen, als bei ihm 4.975,8 Gramm Methamphetamin entdeckt wurden. Dies entspricht einem mehr als 25-fachen Überschreiten der gesetzlich festgelegten Grenzmenge, was zu seiner Verurteilung führte.5min berichtet, dass der Pensionär plant, die Drogen per Flug nach São Paulo zu transportieren.

Das Gericht in Mexiko verurteilte ihn am 17. Juli 2025 zu vier Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Geldstrafe von etwa 9.000 Pesos (ungefähr 440 Euro). Der Mann gestand vor Gericht, und die Verurteilung ist mittlerweile rechtskräftig. Obenauf sind ihm 326 Tage Vorhaft angerechnet worden, und er bemüht sich um die Möglichkeit, die Strafe in Österreich abzusitzen. Ein entsprechender Beschluss des Grazer Straflandesgerichts ist seit dem 20. Jänner rechtskräftig. Allerdings steht die Zustimmung der mexikanischen Behörden für seine Auslieferung nach Österreich noch aus, was die Situation kompliziert.Die Kleine Zeitung beschreibt, dass die Haftbedingungen in Mexiko für den Grazer schwierig gewesen seien. Zu Beginn war er mit 14 anderen Häftlingen in einer Zelle untergebracht und hatte kein eigenes Bett.

Drogenmärkte und ihre Folgen

Der Fall des Grazer Managers könnte als Beispiel für die Methoden und den Einfluss des internationalen Drogenhandels betrachtet werden. Der Drogenmarkt in Europa steht unter dem Einfluss von globalen Entwicklungen. Laut dem Europäischen Drogenbericht 2025 erleben die Drogenmärkte in Europa eine hohe Verfügbarkeit verschiedener illegaler Substanzen, einschließlich einer Zunahme bei Kokain und synthetischen Drogen.

Darüber hinaus zeigen neue Berichte, dass Drogen wie synthetische Opioide ein ernsthaftes Risiko darstellen. Die Verfügbarkeit und die gesundheitlichen Risiken von illegalen Drogen haben sich verschärft, was in Europa zu steigenden Todesraten führt – im Jahr 2023 wurden schätzungsweise 7.500 drogenbedingte Todesfälle registriert. Besonders betroffen sind gefährdete Jugendliche, die für kriminelle Aktivitäten angeworben werden.Euda hat bestätigt, dass der Drogenkonsum weitreichende soziale und gesundheitliche Folgen hat, die dringend einer verbesserten Reaktion der Behörden bedürfen.