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Gesundheitslandesrat Kornhäusl: Erfolge und Baustellen im steirischen System

Am 2. April 2025 zieht der steirische Gesundheitslandesrat, Peter Kornhäusl, eine erste Bilanz seiner Amtszeit, die er im Oktober 2023 von Juliane Bogner-Strauß übernommen hat. Bei einer symbolischen "Baustellenführung" stellte er erfreut fest, dass es bereits "sichtbare Erfolge" im steirischen Gesundheitssystem gibt. Insbesondere die OP-Wartelisten für Patienten mit Grauem Star konnten merklich abgebaut werden. Kornhäusl berichtete, dass 250 Operationen durch niedergelassene Augenärzte durchgeführt wurden, mit weiteren Patienten bereits vorgemerkt. Dieses Projekt bezeichnete er als ein "Vorzeigeprojekt" in Österreich, das als Musterbeispiel für zukünftige Maßnahmen gelten könnte.

Der Gesundheitslandesrat hob hervor, dass die KAGes im Pflegebereich nahezu alle Stellen zur Besetzung findet, was eine Abnahme des Personalmangels zur Folge hatte. So sei die Anzahl der aufgrund von Personalmangel gesperrten Betten am LKH-Universitätsklinikum Graz von über 300 auf knapp 250 gesenkt worden. Auch ein neues Gehaltsschema, das im Herbst 2023 eingeführt wurde, verbessert die Bezahlung in der KAGes, was sich jedoch auch auf das Budget der Spitalsgesellschaft auswirkt.

Herausforderungen und Kritik

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die Gesundheitsversorgung in Österreich unter Druck. Vor allem der Mangel an Pflegekräften und die stetig wachsende Anzahl älterer Menschen mit Pflegebedarf stellen eine große Herausforderung dar. Dies führt dazu, dass die OP-Wartelisten in den Krankenhäusern immer länger werden und viele Patienten auf notwendige Eingriffe warten müssen. Auch die Möglichkeit, eine schnelle und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, könnte dadurch beeinträchtigt werden, wie salzburg.ORF.at berichtet.

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Für das Jahr 2025 wurde von der KAGes ein "solides Budget" aufgestellt, jedoch mussten Rücklagen angezapft werden, um die finanzielle Situation zu stabilisieren. Die Grünen haben in einer schriftlichen Anfrage die "finanzielle Not" der KAGes hinterfragt, was eine Diskussion über die Nachhaltigkeit der aktuellen Gesundheitsstrategien anstoßen könnte. Außerdem wurde Kritik am Pilotprojekt "MedMobil 1450" laut, das nach nur sechs Monaten aufgrund mangelnder Akzeptanz eingestellt wird. Die Grünen bezeichneten dieses Projekt als einen Wahlkampftrick der ÖVP ohne ausreichenden Plan und Substanz, was die Kontroversen rund um die Gesundheitsversorgung in der Steiermark weiter anheizt.

Kornhäusl betonte jedoch, dass jeder, der eine medizinische Leistung benötige, diese auch erhalten werde, und äußerte Optimismus für die künftige Entwicklung des Gesundheitssystems in der Steiermark. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich die aktuellen Maßnahmen langfristig sein werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das steirische Gesundheitssystem sich zwar in eine positive Richtung entwickelt, jedoch weiterhin signifikante Herausforderungen bestehen, die zeitnah adressiert werden müssen. Die Entwicklungen rund um die Personalsituation und die OP-Wartelisten bleiben dabei von zentraler Bedeutung für die zukünftige Gesundheitsversorgung in der Region.

Für weitere Informationen können Sie die detaillierten Berichte auf Kleine Zeitung und ORF Steiermark nachlesen.

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Details zur Meldung
Was ist passiert?
Gesundheitskrise
In welchen Regionen?
Österreich
Genauer Ort bekannt?
Graz, Österreich
Ursache
Personalmangel
Beste Referenz
kleinezeitung.at
Weitere Quellen
steiermark.orf.at

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