Am 15. Februar 2026 fand eine Gedenkmesse anlässlich des einjährigen Jahrestages des schrecklichen Terroranschlags in Villach statt. Bei diesem Vorfall, der sich am 15. Februar 2025 kurz vor 16:00 Uhr ereignete, starb ein 14-jähriger Jugendlicher, während fünf weitere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Der Anschlag wurde von einem 23-jährigen Syrer verübt, der mit einem Messer auf Jugendliche und junge Männer einstach. Die schnelle Reaktion eines syrischen Essenszustellers, der den Angreifer mit seinem Auto anfuhr, verhinderte Schlimmeres. Der mutmaßliche Attentäter wurde daraufhin festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Er hatte sich zu dem islamistischen Extremismus bekannt und der Prozess gegen ihn wird voraussichtlich im April 2026 am Landesgericht Klagenfurt stattfinden.
Rund 200 Personen, darunter auch Bundeskanzler und Außenminister Alexander Schallenberg, nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, die auf Wunsch der Familie des verstorbenen Jugendlichen durchgeführt wurde. Schallenberg wurde laut bmeia.gv.at von Traurigkeit über den Verlust des jungen Lebens bewegt und sprach seine Anteilnahme im Namen der Republik sowie persönlich aus. Er erwähnte die enge Bindung des Opfers zu seiner Familie und seinen Freunden und betonte, dass der Terrorangriff das Land tief erschüttert habe.
Worte der Erinnerung und des Zusammenhalts
Stadthauptpfarrer Richard Pirker erinnerte in seiner Ansprache an die unbeschreibliche Trauer und den Zusammenhalt, der die Stadt während dieser schweren Zeit geprägt hat. Evangelische Superintendentin Andrea Mattioli ergänzte, dass die Heilung nie vollständig sein werde und der Zusammenhalt der Menschen in solchen Zeiten von immenser Bedeutung sei. Schallenberg, der ebenfalls an einem Trauermarsch mit Lichterprozession durch die Villacher Innenstadt teilnahm, hob hervor, dass solcher Extremismus nicht in Österreich toleriert werden kann und ein starkes Netzwerk der Wehrhaftigkeit und Sicherheit gegen den Terror nötig ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Terroranschlag in Villach nicht nur eine Tragödie für die Angehörigen der Opfer darstellt, sondern auch die Gesellschaft insgesamt vor Herausforderungen stellt. Schallenberg appellierte an die Menschen, Hass, Intoleranz und Extremismus entschieden entgegenzutreten und Werte wie Pluralismus und Freiheit zu verteidigen. Der traumatische Vorfall zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, gemeinsam für ein sicheres und respektvolles Zusammenleben einzutreten.