
Der österreichische Fußball blickt auf eine denkwürdige Saison 2008/09 zurück, die mit vielen Überraschungen im nationalen Pokalwettbewerb, dem 75. ÖFB-Cup, aufwartete. Die Runde startete am 18. Juli 2008 mit einer Vielzahl von Amateurvereinen, die in Gruppen nach Bundesländern unterteilt, um den Einzug in die erste Runde kämpften. Insgesamt traten 58 Teams an, die ihre Kräfte in spannenden Partien maßen. Bereits am 16. Mai 2009 fand das Finale im Pappelstadion in Mattersburg statt, in welchem die erfolgreichen Austria Wien mit einem 3:1-Sieg gegen Trenkwalder Admira ihren 27. Pokaltitel errangen und sich damit für die UEFA Europa League 2009/10 qualifizierten. 90minuten.at berichtet, dass die Spiele der Vorrunde zwischen dem 18. Juli und dem 3. August stattfanden.
In einem herausragenden Achtelfinale, das am 2. April 2025 als Schlüsseldatum in die Annalen einging, verlor der Bundesligist Mattersburg mit 1:5 gegen Rapid II, obwohl sie zunächst mit einem Tor von Michael Mörz in Führung gingen. Auch der amtierende Meister Rapid Wien musste sich in einer Überraschung geschlagen geben, als sie von SV Ried eliminiert wurden. Die Amateure der Wiener Austria zeigten ebenfalls eine bemerkenswerte Leistung, indem sie Red Bull Salzburg mit 2:1 besiegten. Ernst Öbster hatte Salzburg zunächst in Führung gebracht, doch der Ausgleich durch Alexander Schriebl und das spätere Siegtor von Dragan Dimic in der Nachspielzeit sorgten für große Freude auf den Rängen.
Achtelfinale und Viertelfinale
Im Viertelfinale kam es zu einem „Amateur-Derby“ zwischen Rapid II und Austria II im Gerhard-Hanappi-Stadion. Vor 4.500 Zuschauern setzten sich die Amateure von Austria durch und gewannen nach einem spannenden Elfmeterschießen mit 5:2. Zu den herausragenden Spielern von Rapid II gehörten Christopher Trimmel, Muhammed Ildiz, Boris Prokopic und Christopher Drazan. Auf der anderen Seite glänzten Christian Ramsebner, György Korsos, Dario Tadic, Marion Leovac und Benjamin Sulimani für Austria II.
Das Semifinale, das als „Stronach-Derby“ unter Fans bekannt wird, fand zwischen den Profis von Austria und dem SV Neustadt statt. Dieses Derby bekam einen besonderen historischen Kontext, da Frank Stronach, der zuvor in Favoriten aktiv war, den SV Schwanenstadt in die zweithöchste Liga geführt hatte. Vor knapp 7.000 Fans war die Partie im alten Wiener Neustädter Stadion hart umkämpft, doch die Austria konnte sich mit einem 1:0 durch ein Tor von Rubin Okotie durchsetzen.
Ein Blick in die Geschichte des österreichischen Fußballs
Die Saison 2008/09 ist nicht nur durch den Pokal geprägt, sondern steht auch im Kontext der wechselvollen Geschichte des österreichischen Fußballs. Begonnen hat alles im frühen 20. Jahrhundert mit Vereinen wie Wiener AC, First Vienna FC und Rapid Wien und einer ersten Blütezeit in den 1920er Jahren unter Trainer Hugo Meisl. Die Nationalmannschaft erreichte 1934 das Halbfinale der Weltmeisterschaft in Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiederbelebung des Fußballs 1954 wurde Österreich erneut zu einer Konkurrenz in internationalen Turnieren, und in den 1970er und 1980er Jahren erlebte der Fußball in Österreich ein goldenes Zeitalter.
In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung des österreichischen Fußballs weiterentwickelt. Der FC Red Bull Salzburg war in den europäischen Wettbewerben erfolgreich und die österreichische Frauen-Nationalmannschaft hat durch ihre EM-Teilnahmen in den Jahren 2017 und 2021 an Bedeutung gewonnen. Der Fußball hat nicht nur im Männerbereich, sondern auch im Frauenfußball an medienwirksamer Präsenz gewonnen, was zeigt, dass der Sport in Österreich eine vielversprechende Zukunft hat.
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