Am 17. Jänner 2026 fand das Neujahrstreffen der Bundes-FPÖ im Klagenfurter Messegelände statt. Die Veranstaltung zog etwa 5.000 FPÖ-Funktionäre und Sympathisanten an, welche vor den Sicherheitskontrollen mit Metalldetektoren in einer langen Warteschlange auf Einlass warteten. Die Gegebenheiten waren geprägt von geselligem Miteinander – die John-Otti-Band sorgte für musikalische Unterhaltung und spielte für die zahlreichen Gäste.

Bundesparteichef Herbert Kickl und die Spitzen der Bundesländer-Parteien traten zu dem Metallica-Klassiker „Enter Sandman“ auf die Bühne. Dies geschah unter dem Motto „Kickl kommt heim“, was die Rückkehr Kickls in seine Kärntner Heimat symbolisieren sollte. Stadtparteiobmann Gernot Darmann begrüßte die Anwesenden und sprach von einem „Freiheitskampf für Österreich“.

Ein Zeichen der Zeitenwende

Erwin Angerer, der Kärntner Landesparteiobmann, kündigte sich als „Kärntner mit Leib und Seele“ an und kritisierte vehement die Bundesregierung. In seiner Rede forderte Angerer eine „politische Zeitenwende“ mit Herbert Kickl als Bundeskanzler. Im Anschluss an Angerers Ausführungen war Kickl für seine 90-minütige Rede angekündigt, in der er betonte, dass 2026 ein „freiwilliges Jahr“ für die FPÖ werden soll.

Kickl führte aus, dass die FPÖ auf eine 70-jährige Geschichte zurückblickt und erinnerte an die 40 Jahre seit Jörg Haiders Übernahme der Parteiführung. Er kritisierte die amtierende Dreierkoalition scharf und sprach von einem „Wählerverrat“. Angerer und auch Kickl hoben hervor, dass es keine geheimen Absprachen mit der ÖVP geben wird.

Austria First und Neuwahlen

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war der bevorstehende Start des parteieigenen Online-Radiosenders „Austria First“, der am darauffolgenden Samstag den Sendebetrieb aufnimmt. Das Radio verspricht rund um die Uhr relevante Nachrichten und live moderierte Sendestrecken. Zudem wies Kickl darauf hin, dass er Neuwahlen anstrebe und forderte den Rücktritt der Regierung, um Österreich aus der gegenwärtigen politischen Situation zu befreien.

In seiner Rede thematisierte der FPÖ-Chef auch sicherheitspolitische Aspekte und äußerte Bedenken hinsichtlich der Einmischung Österreichs in fremde Konflikte. Er bezeichnete die Koalition als „Monstrum“ und kritisierte die Maßnahmen der Regierung, darunter die als unzureichend geltende Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.

Die Neujahrsfeier fand in Halle 1 des Messegeländes statt, die Platz für 3.000 Besucher bietet. Die Anmeldung zur Veranstaltung war kostenfrei und konnte sowohl persönlich in der Parteizentrale in Klagenfurt als auch über die Website fpoe.at erfolgen. Der FPÖ-Kärnten-Geschäftsführer, Toni Schweiger, äußerte sich überrascht über die hohe Anzahl an Anmeldungen, die nicht nur von Parteimitgliedern stammten.

Die Veranstaltung diente nicht nur als Rückblick auf die vergangenen Jahre, sondern stellte auch einen Auftakt in die politische Zukunft der FPÖ dar, insbesondere im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen 2027 in Kärnten.

Insgesamt zeigt sich, dass die FPÖ unter Herbert Kickl entschlossen ist, ihre Agenda voranzutreiben und sich in der politischen Landschaft stark zu positionieren, während sie gleichzeitig auf die Unterstützung ihrer Anhänger setzt.

Die Details zur Veranstaltung können bei Vienna.at, Kurier und MeinBezirk nachgelesen werden.