
Die Diskussion um das Tempolimit auf der A2 bei Wiener Neudorf gewinnt an Fahrt. Die FPÖ plant, einen Antrag im Nationalrat einzubringen, um das seit Dezember 2024 geltende Tempolimit von 80 km/h aufzuheben. Landesvize Udo Landbauer und der FPÖ-Abgeordnete Harald Thau haben ihre Unterstützung für diese Initiative signalisiert und bringen damit die Frustration vieler Pendler zum Ausdruck
Landbauer bezeichnet das Tempolimit als „Tempo-80-Schikane“ und als „Anschlag auf die Mobilität“. Kritiker der Tempolimit-Maßnahme argumentieren, dass die Umwandlung einer vierspurigen Autobahn in eine Tempo-80-Strecke absurd sei und keinen praktischen Nutzen für die Lärm- und Luftqualität bringe. Thau beschreibt das Tempolimit als „ideologischen Schildbürgerstreich“ und hebt hervor, dass Pendler täglich unter den Bedingungen leiden müssen.
Die Anrainerperspektive
Bürgermeister Herbert Janschka von Wiener Neudorf, der sich seit über 30 Jahren für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A2 einsetzt, sieht die Situation anders. Er hat betont, dass viele Anwohner über den gesetzlichen Grenzwerten für Lärm und Schadstoffemissionen leben müssen. Die Entscheidung, das Tempolimit auf 80 km/h zu senken, brachte Erleichterung für Hunderte Familien, die von gesundheitsschädlichen Werte betroffen sind. Trotz der höchsten Lärmschutzmauer Österreichs, die 13 Meter hoch ist, bleiben die Belastungen hoch.
Der Bürgermeister ist überzeugt, dass alle von der Tempolimit-Änderung profitieren werden, insbesondere durch die Entlastung von täglichen Staus vor der Wiener Stadtgrenze. Janschka hat Unterstützung von der scheidenden grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler erhalten, die bei der Genehmigung des Tempolimits eine Rolle spielte. Hierbei wurden erhebliche Mittel und Anstrengungen in Untersuchungen und die Aktualisierung von Unterlagen investiert.
Gesellschaftliche Auswirkungen und Zukunftsperspektiven
Die Debatte um Geschwindigkeitsbegrenzungen ist nicht nur in Österreich aktuell. In Deutschland zeigt sich, dass es ein komplexes System an Geschwindigkeitszonen gibt, das zur Regulierung des Verkehrs, zur Unfallverhütung sowie zur Emissionskontrolle dient. Beispiele sind Tempo-30-Zonen in Wohngebieten, die dem Sicherheitsschutz dienen, sowie Umweltzonen, die durch spezifische Umweltplaketten kontrolliert werden. Diese Maßnahmen verdeutlichen, wie wichtig das Zusammenspiel von Verkehrsregelungen, Gesundheitsschutz und Mobilität ist.
Mit dieser Thematik konfrontiert, wird deutlich, dass die Diskussion um das Tempolimit auf der A2 nicht nur eine lokale Angelegenheit ist, sondern auch nationale und internationale Dimensionen annimmt, die sich auf viele Verkehrsteilnehmer auswirken.
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