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Ein massiver Rechtsstreit um versteckte Zusatzgebühren in Fitnessstudios hat nun ein für viele Betroffene erfreuliches Ende gefunden: Die Arbeiterkammer (AK) konnte geschädigten Konsumenten insgesamt eine Million Euro zurückholen. Dies betrifft rund 20.000 Mitglieder der größten Fitnessketten in Österreich, wie FITINN, McFit und CleverFit, die für unzulässige Zusatzentgelte zur Kasse gebeten wurden. Laut Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsument:innenpolitik, wurden diese unrechtmäßigen Kosten als rechtswidrig eingestuft, was dem Obersten Gerichtshof (OGH) zu verdanken ist. Das Urteil des OGH stellt klar: Zusatzgebühren, für die keine adäquate Gegenleistung angeboten wird, sind nicht zulässig, was bei zahlreichen Fitnessanbietern zur sofortigen Rückerstattung führen muss, so berichten 5 Minuten.
Die zusätzlichen Gebühren, die darunter fallen, sind häufig als Verwaltungskosten, Anmeldegebühren und Chipgebühren bezeichnet worden, obwohl sie keine entsprechenden Leistungen bieten. Die Abzocke nahm teils absurde Formen an: So sollten beispielsweise bei CleverFit dreifach rechtswidrige Gebühren gezahlt werden, inklusive einer einmaligen Verwaltungspauschale von 19,90 Euro. Auch eine sogenannte Energiekostenpauschale, die während der Preissteigerungen eingeführt wurde, war absolut unzulässig, da hierfür weder vertragliche noch gesetzliche Grundlagen bestanden. Zudem wurden ähnliche Gebühren auch bei anderen Fitnessstudios festgestellt, sodass die AK gegen mehrere Ketten wie McFit und Fitfabrik juristisch vorging, wie arbeiterkammer.at berichtet.
Ein Sieg für die Konsumenten
Die AK sammelte zahlreiche Beschwerden und startete eine umfangreiche Rückforderungsaktion. Das Ergebnis: Fitnessstudiomitglieder können nun aufatmen, nachdem sie ihr Geld zurückerhalten haben. Besonders beunruhigend war die Tatsache, dass viele dieser Gebühren nicht nur versteckt, sondern auch unerwartet hinzugefügt wurden. Zgubic rät nun den Konsumenten, ihre Fitnessstudioverträge genau zu überprüfen: „Zusatzentgelte dürfen in der Regel nicht mehr verrechnet werden, wenn sie nicht explizit bei Vertragsabschluss genehmigt werden.“ Viele Mitglieder hatten ihrem Fitnessstudio blind vertraut, nun sorgt dieser Rechtsstreit für mehr Transparenz und Gerechtigkeit in der Branche.
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