Am 13. Februar 2026 kam es zu einem schweren Arbeitsunfall in einem Waldstück oberhalb von Niederau. Ein 35-jähriger österreichischer Mann, der bei Holzschlägerungen im Bereich Sonnberg tätig war, verletzte sich während seiner Arbeit erheblich. Gegen 13:45 Uhr befand er sich in der Nähe eines Traktors, während er gefällte Baumstämme am Stahlseil befestigte und die Seilwinde über eine Fernbedienung betätigte. Dabei verfing sich sein rechter Zeigefinger im Stahlseil, was zur Abtrennung des ersten Gliedes führte, wie 5min.at berichtet.

Hinweise aus dem Unfallgeschehen legen nahe, dass der betroffene Arbeiter umgehend ärztliche Hilfe benötigte. Ein Kollege leistete direkt nach dem Unfall erste Hilfe und ein Notruf wurde abgesetzt. Der Verletzte wurde in einem PKW ins Tal transportiert und erhielt dort die notwendige Erstversorgung, bevor er mit dem Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Kufstein gebracht wurde.

Unfallschwere und Häufigkeit in der Forstwirtschaft

Unfälle wie der kürzlich geschehene weisen auf die Gefahren in der Forstwirtschaft hin, wo die Unfallstatistiken alarmierende Ausmaße annehmen. Laut KWF sind das Unfallgeschehen in der Forstwirtschaft und die damit verbundenen Verletzungen von großer Bedeutung für die Sicherheit am Arbeitsplatz. Das KWF hat seit 1999 das Ziel, die Unfallstatistiken für Forstarbeiter zu standardisieren und zu verbessern, um die Unfallprävention zu fördern.

Die Statistiken zeigen, dass die Häufigkeit von Unfällen in verschiedenen Arbeitsbereichen wie Holzernte und Bestandespflege variieren kann. Eine detaillierte Untersuchung über Verletzungsursachen und betroffene Körperteile gibt Aufschluss über die Risiken, die Forstarbeiter täglich ausgesetzt sind. Der größte Teil der Verletzungen tritt häufig in Zusammenhang mit Stolpern, Stürzen sowie durch den Umgang mit Betriebsmitteln auf.

Statistische Erfassung und Unfallverhütung

Die aktuelle Unfallstatistik folgt den Vorgaben des §193 Sozialgesetzbuch VII und umfasst meldepflichtige Unfälle, die mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben oder tödlich sind. Dies macht es erforderlich, die Unfälle genau zu dokumentieren und zu analysieren. Eine klare Trennung zwischen Arbeitsunfällen, die während der Berufsausübung geschehen, und Wegeunfällen wird ebenfalls vorgenommen.

Die Unfallhäufigkeit wird zudem in Relation zu den produktiven Arbeitsstunden gesetzt, um ein besseres Vergleichsbild zwischen verschiedenen Regionen zu ermöglichen. So zeigt sich, dass Unfälle pro 1 Million produktiver Arbeitsstunden und pro 1000 Waldarbeiter relevante Kennzahlen für die Risikobewertung in der Branche sind.

Da Unfälle in der Forstwirtschaft immer wieder vorkommen, ist es wichtig, die Analysen der Unfallstatistik fortzuführen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ergreifen.