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Am 26. Februar 2025 fand die 44. Sitzung des Finanzmarktstabilitätsgremiums (FMSG) statt, bei der wesentliche Themen wie der Antizyklische Kapitalpuffer und nachhaltige Standards für Wohnimmobilienfinanzierungen im Mittelpunkt standen. Das Gremium diskutierte die Notwendigkeit nachhaltiger Kreditvergabestandards, insbesondere angestoßen durch die anstehende Beendigung der Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-V). Die neuen Leitlinien schließen fixe Standards ein: die Beleihungsquote sollte 90%, die Schuldendienstquote 40% und die maximale Laufzeit 35 Jahre nicht überschreiten. Entscheidend ist, dass nur 20% der neuen Kredite diese Kriterien nicht erfüllen dürfen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Anpassung der Meldefrequenzen. Um eine schnellere Überwachung zu gewährleisten, wird die Datenberichterstattung von halbjährlich auf vierteljährlich umgestellt. Zusätzlich wird die Oesterreichische Nationalbank regelmäßig Updates zur Kreditvergabe veröffentlichen, um mehr Transparenz zu schaffen. Die Empfehlung, den Antizyklischen Kapitalpuffer auf 0% zu belassen, wurde ebenfalls bekräftigt, da die Kredit-BIP-Lücke im dritten Quartal 2024 weiterhin unter der kritischen Schwelle liegt.
Frühere Sitzungen und zukünftige Pläne
Für das Jahr 2025 plant das Gremium, insbesondere die Methodologie zur Identifikation zyklischer Risiken weiterzuentwickeln und die Angemessenheit der Systemrisikopuffer zu evaluieren. Der Fokus liegt dabei auf den systemischen Risiken sowohl im Wohn- als auch im Gewerbeimmobilienbereich, wie im Januar in den Plänen für das Arbeitsprogramm des Gremiums festgehalten wurde, wie auch von FMSG berichtet.
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