Der Familypark in St. Margarethen, Österreichs größter Freizeitpark, hat seine Saison 2023 am 5. November beendet und blickt auf eine erfolgreiche Periode zurück. Der Park, der in diesem Jahr 650.000 Besucher zählte, ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein wesentlicher Wirtschaftsmotor für das Burgenland sowie die UNESCO-Welterbe-Region Neusiedler See. Laut oe24 beträgt der Jahresumsatz des Parks aktuell 26 Millionen Euro, mit künftigen Erwartungen von 30,7 Millionen Euro im Jahr 2024.
Die diesjährige Saison verlief sehr erfolgreich, mit einem Rekord von über 90.000 Gästen im September und etwa 80.000 Besuchern während der Halloween-Specials. „Wir sind sehr zufrieden mit der Saisonbilanz“, äußerte Lisa Wagner-Körmendi, Verkaufsleiterin des Parks. Der Park existiert seit 55 Jahren und wurde ursprünglich als Märchenpark gegründet. Die Vorbereitungen für die neue Saison, die am 23. März 2024 beginnt, sind bereits im Gange und beinhalten zahlreiche neue Attraktionen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Eine Wirtschaftlichkeits- und Wertschöpfungsstudie von Kreutzer, Fischer & Partner hat ergeben, dass der Familypark jährlich rund 686.000 Besucher verzeichnet und insgesamt 217 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zu 2017 sind die Besucherzahlen um 69.000 gestiegen, was einem Anstieg von 11% entspricht. Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Park hat sich deutlich erhöht, mit einem Wachstum von 28% auf 226 Angestellte, die im Jahr 2024 erwartet werden.
Der Familypark hat im Durchschnitt 196 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region geschaffen, und die induzierte Kaufkraft beträgt 11,4 Millionen Euro. Davon bleiben 9,8 Millionen Euro im Burgenland. Insgesamt sind direkt und indirekt jährlich 413 Arbeitsplätze mit dem Freizeitpark verbunden, was seine Bedeutung für die lokale Wirtschaft verdeutlicht. Der gesamtwirtschaftliche Beitrag des Parks für 2022 bis 2024 wird auf 51,4 Millionen Euro geschätzt.
Neue Attraktionen und Pläne
Für das kommende Jahr sind neue Attraktionen geplant, darunter „Rotonda“, ein Disk’O Coaster, der 40 Sitzplätze hat und für Besucher ab 120 cm Körpergröße geeignet ist. Außerdem wird „Wilder Winzer“, eine familienfreundliche Rundfahrattraktion, eröffnet, die sich an Kinder ab 75 cm in Begleitung und ab 105 cm alleine richtet. Insgesamt investiert der Familypark etwa 4,7 Millionen Euro in den Umbau, wobei viele Aufträge an lokale und österreichische Betriebe vergeben werden.
Der Markt für Freizeitparks in Österreich wächst weiter. Laut den Analysen auf Statista wird für 2025 ein Umsatz von 442 Millionen Euro im Freizeitpark-Segment erwartet, mit einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 3,21%. Dies zeigt das zunehmende Interesse an familienfreundlichen Aktivitäten sowie den Wunsch der Verbraucher nach immersiven Erlebnissen.
Insgesamt wird der Familypark auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Privatsphäre und Unterhaltung für Familien in Österreich spielen, und seine wirtschaftlichen Auswirkungen werden weiterhin spürbar sein. Die Nachfrage nach aufregenden Attraktionen und das Engagement für Nachhaltigkeit in den Betriebsabläufen sind weitere Faktoren, die zur positiven Entwicklung des Parks beitragen werden.