In Innsbruck sind zwei Brüder im Alter von 53 und 55 Jahren festgenommen worden, nachdem sie verdächtigt werden, eine 34-jährige Mutter und ihre zehnjährige Tochter ermordet zu haben. Die Leichen der beiden Frauen wurden im November 2025 in Kühltruhen entdeckt, die hinter einer Rigipswand in der Wohnung des 55-jährigen Hauptverdächtigen versteckt waren. Laut den Ermittlungen haben die Brüder die Tötung vehement bestritten. Der 55-Jährige bezeichnete die Tragödie als Unfall, gab jedoch zu, die Leichen verborgen zu haben. Die Obduktionen ergaben, dass die Opfer „mit hoher Wahrscheinlichkeit erstickt“ wurden. Die fortgeschrittene Verwesung der Körper erschwerte die gerichtsmedizinischen Untersuchungen erheblich, was die Aufklärung des Falls zusätzlich kompliziert.

Die Ermittlungen wurden durch eine Vermisstenmeldung eines Cousins der Getöteten ausgelöst, der sich im Juli 2024 meldete. Er stellte fest, dass die Mutter und die Tochter angeblich nach Türkei reisen wollten, was jedoch nicht stattfand. Ungewöhnlicherweise wurden die Handys der Vermissten gefunden, was ein weiterer Indiz für die Ungereimtheiten in diesem Fall war. Der Tatverdacht gegen die Brüder erhärtete sich nach intensiven Ermittlungen erheblich, und der Hauptverdächtige gestand mehrere Monate nach seiner Festnahme das Verstecken der Leichen.

Ermittlungsstand und Motiv

Das genaue Motiv für die grausame Tat ist bislang unklar. Während die Brüder mit der Tötung konfrontiert werden, begeben sich die Ermittler auf die Suche nach weiteren Hinweisen, die auf die Gründe für diese Verbrechen hindeuten könnten. Die Polizei hat die Tat als äußerst schwerwiegend eingestuft, was die gesellschaftliche und kriminalpolitische Relevanz unterstreicht. In Österreich erfassen die Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) solche schweren Verbrechen, um Entwicklungen im kriminellen Geschehen zu dokumentieren und strategische Maßnahmen gegen die Kriminalität zu planen.

Die PKS wird seit 2001 kontinuierlich aktualisiert und basiert auf dem österreichischen Strafgesetzbuch sowie weiteren strafrechtlichen Vorgaben. Dies ermöglicht eine präzise Auswertung der Kriminalitätsentwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die jährlichen Sicherheitsberichte, die vom Bundesministerium für Inneres und dem Bundesministerium für Justiz erstellt werden, liefern detaillierte Informationen über die PKS und die entsprechenden kriminalpolitischen Entwicklungen in Österreich. Die PKS ist somit ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung und Prävention von Kriminalität.

Die Anklagepunkte gegen die Brüder sind ein ernstes Zeichen für die Verantwortung, die Täter für ihre Taten tragen. Bei solchen Verbrechen ist es essenziell, dass die Justiz aufklärt und alle Umstände beleuchtet werden, um ein umfassendes Bild der Vorkommnisse zu erhalten.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in diesem Fall verweisen wir auf die Berichterstattung von 5 Minuten, die detaillierte Einblicke in den Stand der Ermittlungen gewährt 5 Minuten, sowie auf die Berichterstattung von ORF Tirol und die kriminalstatistischen Erhebungen des Bundeskriminalamts.