
Die Herausforderungen der Energiewende stehen im Rampenlicht, nachdem zahlreiche Netzbetreiber hohe Erwartungen an die neu gebildete Bundesregierung formuliert haben. Bei einem energiepolitischen Hintergrundgespräch am 13. März 2025 betonte Johannes Zimmerberger, Geschäftsführer von Linz Netz GmbH, die Dringlichkeit schneller Genehmigungsverfahren und innovativer Finanzierungsmodelle für den Netzausbau, da im vergangenen Jahr viele Herausforderungen unzureichend angegangen wurden. Laut Zimmerberger müssen essenzielle Reformen wie das künftige E-Wirtschaftsgesetz und die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien nun schnell umgesetzt werden, um die Energieversorgung in Österreich zukunftssicher zu gestalten. Lösungen für eine faire Kostenverteilung im Tarifwesen sind ebenfalls dringend erforderlich. Wie Vattenfall.de berichtete, sind 872 Netzbetreiber in Deutschland für die Instandhaltung und den Ausbau von Strom- und Gasnetzen verantwortlich.
Um den steigenden Energienbedarf zu decken, fordern die Netzbetreiber von der Regierung Planungssicherheit und Anpassungen an bestehenden EU-Richtlinien, die die vorrangige Bearbeitung von Projekten im Rahmen der Energiewende ermöglichen sollen. Ein neues Tarifsystem, das die Netznutzung basierend auf der Beanspruchung statt nur auf der bezogenen Menge an Strom definiert, ist für eine gerechte Kostenverteilung unerlässlich. Zimmerberger fordert zudem Anreize für Eigenverbrauch sowie Möglichkeiten zur flexiblen Nutzung von Energie, um Engpässe zu vermeiden.
Zusammenarbeit für effiziente Netze
Ein effektives Zusammenspiel zwischen Stromerzeugern, Netzbetreibern und Verbrauchern ist für die Umsetzung der Energiewende entscheidend. Der Einsatz intelligenter Zähler und die Entwicklung eines Systems zur optimalen Nutzung von Netzkapazitäten sind zentrale Punkte. Zudem sollten Ausbaupläne für Strom, grünes Gas und Fernwärme koordiniert werden, um eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen sicherzustellen. Die Wichtigkeit von Gas als Energieträger bleibt auch in einem dekarbonisierten Energiesystem bestehen, und die Schaffung eines Koordinationsplans für Wasserstoffspeicher wird als notwendig erachtet. Ein konstruktives Miteinander aller Beteiligten ist laut Zimmerberger unverzichtbar, um die Energiewende erfolgreich voranzutreiben.
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