In der Gemeinde Zell am Moos, Oberösterreich, kam es am 21. Jänner 2026 zu einem dramatischen Vorfall, als zwei Frauen beim Eislaufen auf dem Irrsee einbrachen. Die beiden Frauen konnten sich zunächst an einem Eisstück festhalten, während eine von ihnen mithilfe ihres Handys ihren Mann alarmierte. Dies stellte sich als entscheidend heraus, da der Zugang zur verletzten Person für die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Wasserrettung anfangs als unmöglich erachtet wurde, wie Matthias Kroiss, der Einsatzleiter der Feuerwehr Zell am Moos, berichtete. Die Frauen wurden schließlich mit einem Rettungshubschrauber aus ihrer heiklen Lage befreit und in ein Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall ereignete sich in einem nicht freigegebenen Bereich des Sees, was die alarmierten Einsatzkräfte dazu veranlasst hat, eindringlich vor den Gefahren des Betretens von Eisflächen zu warnen. Diese Warnungen sind besonders relevant, da Temperaturschwankungen und Sonneneinstrahlung die Tragfähigkeit des Eises erheblich verringern können, wie fireworld.at berichtet.
Häufige Eisunfälle
Immer wieder kommt es zu dem Gefahrenszenario, dass Menschen in das Eis von Seen und Teichen einbrechen. Obwohl viele Eisläufer die Dicke des Eises oft nicht richtig einschätzen, ist es laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wichtig, dass Seen erst ab einer Eisdicke von mindestens 15 cm als tragfähig gelten. Bei fließenden Gewässern sind es sogar mindestens 20 cm. Das Betreten dieser Flächen erfolgt dabei häufig ohne jegliche Gewährleistung der Sicherheit, da niemand die tatsächliche Dicke des Eises misst, wie swr.de erläutert.
Die DLRG äußert, dass immer wieder Menschen, darunter auch Kinder, in solche Notlagen geraten. Daher ist es unerlässlich, frühzeitig über die Gefahren des Eislaufens und die entsprechenden Rettungsmöglichkeiten aufzuklären. Regelmäßige Übungen zur Selbstrettung werden von Rettungskräften durchgeführt, um die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorzubereiten.
Auswirkungen der Kälte
Der gestrige Vorfall zeigt eindrucksvoll die Gefahren, die mit dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen einhergehen. Die Einsatzkräfte warnen eindringlich vor den Risiken, die der Einfluss von Wetterbedingungen auf die Eistragfähigkeit mit sich bringt. Außerdem ist es wichtig, Maßnahmen zur Selbstrettung zu kennen, falls man selbst ins Eis einbricht. Schnelligkeit ist entscheidend, um Kälteschäden vorzubeugen.
- Ruhe bewahren und auf sich aufmerksam machen.
- Flach hinlegen und das Gewicht gleichmäßig verteilen.
- In Bauchlage zum Ufer bewegen.
- Dünnes Eis abbrechen, sich flach auf die Eisfläche schieben oder rollen und zum Ufer kriechen.
Diese Tipps können Leben retten, denn viele Eiseinbrüche ziehen schwere Verletzungen nach sich, die nicht selten mit tödlichem Ausgang enden, wie die DLRG berichtet.