Die Kältewelle, die derzeit Österreich in eisige Temperaturen hüllt, hat dramatische Niederschläge in der Region des Waldviertels zur Folge. In der Nacht auf Donnerstag wurde die kälteste Nacht seit 2012 registriert. In Liebenau-Gugu, Oberösterreich, wurden extreme minus 27,9 Grad gemessen, während es in Schwarzau im Freiwald, Niederösterreich, minus 25,9 Grad waren. In anderen Gebieten, wie dem Brunnenkogel in Tirol, fielen die Temperaturen auf minus 22,8 Grad. Die ungewöhnlich tiefen Temperaturen entstehen durch spezifische Wetterphänomene, die Kaltluftseen in windstillen, klaren Nächten generieren, insbesondere in den Senken des Freiwalds. Diese Kaltluftseen können nächtliche Tiefstwerte bis zu minus 30 Grad erreichen, während am Rand der Senken die Temperaturen über 15 Grad höher sein können.
Wie 5min.at berichtet, ist dies die zweite Kälteperiode des Winters 2026, die nun zu Ende geht. Prognosen deuten darauf hin, dass die zu erwartenden Tiefsttemperaturen voraussichtlich nicht mehr im zweistelligen Minusbereich liegen werden. In den bewohnten Gebieten Österreichs sind die kältesten Temperaturen derzeit in den Mühl- und Waldviertel zu verzeichnen, während andere Hochlagen wie der Salzburger Lungau oder galloping y Tirol nicht mit diesen Extremwerten mithalten können.
Ursachen der extremen Kälte
Die Ursachen für die extreme Kälte sind vielschichtig. Ein signifikantes Problem ist die fehlende Höhenlage in den Tälern des Mühl- und Waldviertels, die eine nächtliche Abkühlung begünstigt. Zudem sorgt das geringe Talgefälle für einen schwächeren Abfluss der Kaltluft, die in den Tälern stagnieren kann. In Kaltluftseen bilden sich solche extremen Temperaturen, welche jedoch nur für kurze Zeit bestehen und mit dem Tageslicht meist wieder verschwinden. Wind oder Nebel können ebenfalls als Störfaktoren auftreten.
Laut heute.at ist die Kältebelastung nach wie vor eine Herausforderung, und die Geosphere Austria warnt vor der erhöhten Wahrscheinlichkeit von Glatteis. Autofahrer und Fußgänger sollten besonders in den frühen Morgenstunden Vorsicht walten lassen, um Unfälle im Straßenverkehr und auf Geh- und Radwegen zu vermeiden.
Klimawandel im Kontext
Die aktuellen Kälteextreme stehen im Kontrast zu den allgemeinen Wetterentwicklungen in Österreich, die in den letzten Jahren von Dürreperioden, Hitzewellen und Überschwemmungen geprägt waren. Experten warnen eindringlich vor den Bedrohungen durch den Klimawandel für Umwelt und Versorgungssicherheit. Laut fr.de hat die CO₂-Konzentration in Österreich 2023 mit 425 ppm einen Höchststand erreicht, wobei Wiens Hitzetage im Jahr 2023 auf 52 anstiegen, verglichen mit nur 13 in den 1980er Jahren.
Die Dringlichkeit der Maßnahmen gegen den Klimawandel ist unbestritten. Experten betonen die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik, um die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu bewahren. Aktuelle extreme Wetterereignisse erhöhen das Risiko von Bränden und Überschwemmungen und erfordern schnelles Handeln, um eine nachhaltige Zukunft sicherzustellen.