Am Samstag, den 17. Jänner 2026, steht das Wintervergnügen in Klagenfurt auf der Kippe. Am Kreuzberglteich treffen sich die Mitglieder des SC Kreuzbergl, der Fischwirt „conamore“ und die Berufsfeuerwehr Klagenfurt, um die Eisfläche für das Schlittschuhlaufen vorzubereiten. Trotz intensiver Vorarbeit zeigt sich die Eisfläche jedoch als problematisch. Wie klick-kaernten.at berichtet, haben die unerwartet wärmeren Temperaturen in der Nacht die Eisbedingungen verschlechtert, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Die Eisfläche hat zwar eine gute Dicke von etwa 14 Zentimetern, ist jedoch durch die Witterung zu weich geworden. Mario Polak, der Leiter des Sportamts, äußert sich besorgt und lässt aufgrund der Einbruch- und Sturzgefahr verlauten, dass das Eis noch nicht freigegeben werden kann. Verantwortliche Kontrollteams überprüfen täglich die Eisfläche, in der Hoffnung, dass bald eine Freigabe möglich ist. In der Zwischenzeit bleibt der Lendkanal weiterhin gesperrt.

Winterliche Herausforderungen und Eisbildung

Die aktuelle Situation wirft ein Licht auf die Komplexität der Eisbildung, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Laut dwd.de benötigt die Eisbildung Zeit und Wasser muss auf unter 4 Grad Celsius abgekühlt werden, bevor sich eine tragfähige Eisschicht bildet. In vielen Gewässern kann sich anfangs keine Eisdecke zeigen, selbst nach mehreren Tagen Frost. Dies ist häufig an größeren Seen der Fall, die erst im Jänner zugefrieren.

Optimale Bedingungen für eine tragfähige Eisdecke sind eine Kombination aus Dauerfrost, wenig Niederschlag und geringem Wind. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft gibt zudem klare Empfehlungen: Während stehende Gewässer ab 15 cm Eisdicke sicher betreten werden können, sollte man für fließende Gewässer eine Eisdicke von mindestens 20 cm abwarten. Trotz dieser Faustregel muss man jedoch vorsichtig sein, denn Eis kann unter Brücken oder über Zufuhrstellen deutlich dünner sein, was die Gefahr eines Einbruchs erhöht.

Sicherheitsrisiken und Aufklärung

Weitere Warnungen, wie sie auf sv-sachsen.de zu finden sind, betonen die Gefahren für Schlittschuhläufer auf zugefrorenen Gewässern. Selbst bei frostigen Temperaturen kann das Eis dünn und instabil sein. Leichtsinn kann hier lebensgefährlich werden, weshalb verantwortungsvolles Verhalten auf dem Eis unerlässlich ist.

Die Risiken von Einbrüchen ins Eis steigen vor allem während eines Wetters, das ständige Temperaturschwankungen mit sich bringt. Folglich sind Risse im Eis häufig, die durch Druck oder sich ändernde Temperaturen entstehen können. Daher ist es wichtig, die jeweiligen Bedingungen im Auge zu behalten und sich über die Eisverhältnisse zu informieren.

Die Hoffnung auf kältere Temperaturen bleibt bestehen, damit die Eisfläche bald wieder genutzbar ist. Für die Klagenfurter und viele andere in der Region ist die winterliche Aktivität des Schlittschuhlaufens nicht nur ein Sport, sondern auch ein wichtiger Teil der Freizeitgestaltung.