Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kämpfen gegen die Auswirkungen eines massiven Eisregens, der zahlreiche Strecken in Niederösterreich und Wien betroffen hat. Laut 5min.at sind die Verhältnisse besonders herausfordernd, da sich eine Eisschicht von mehreren Zentimetern auf Autos und Straßen gebildet hat. Dies führt zu erheblichen Streckenunterbrechungen, insbesondere zwischen Maria Lanzendorf und Traiskirchen.

Fahrgäste müssen sich auf Zugausfälle einstellen. Zwischen dem Wien Grillgasse Bahnhof und dem Felixdorf Bahnhof sind bis voraussichtlich 13 Uhr am 13. Jänner 2026 keine Züge im Einsatz. Die ÖBB empfehlen Reisenden, vor Abfahrt die Streckenverfügbarkeit zu überprüfen. Alle aktuellen Informationen sind auch über die Scotty-App abrufbar.

Wetterbedingungen und Verkehrssicherheit

Die extremen Wetterbedingungen stellen nicht nur die Bahn vor Herausforderungen, sondern auch den motorisierten Verkehr. Laut dem ADAC sind Glätte und Temperaturen von bis zu minus 15 Grad für Autofahrer eine große Gefahr. Es wird dringend geraten, Autofahrten in solchen Extremsituationen nach Möglichkeit zu verschieben.

Für sicheres Fahren sind einige Vorkehrungen notwendig. Fahrzeuge sollten vor der Fahrt vollständig von Schnee und Eis befreit werden, wobei Eiskratzer und Schneebesen Teil der Winterausrüstung jedes Fahrzeugs sein sollten. Auch die Verwendung von Winter- oder geeigneten Ganzjahresreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 4 mm ist unerlässlich. Der ADAC weist darauf hin, dass die Missachtung der situativen Winterreifenpflicht, die auch in Österreich gilt, zu Bußgeldern führen kann.

Tipps für Autofahrer

Bei Schnee und Eis muss die Fahrweise den Bedingungen angepasst werden. Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte großzügig bemessen und die Geschwindigkeit stets den aktuellen Straßenverhältnissen angepasst werden. Eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt, wenn die Sicht unter 50 Meter eingeschränkt ist. Bei extremen Verhältnissen empfehlen die Experten, das Fahrzeug vollständig stehen zu lassen und sich nicht in Gefahr zu bringen.

Darüber hinaus verzeichnete der ADAC in der ersten Jännerwoche 2026, vom 1. bis zum 7. Jänner, 96.487 Einsätze – ein Anstieg von 15,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der 5. Jänner war der arbeitsreichste Tag mit 20.516 Einsätzen. Die ADAC Pannenhilfe ist in dieser kritischen Zeit rund um die Uhr verfügbar, unter anderem über die Telefonnummer 089 20204000 sowie über die Pannenhilfe-App.

Die aktuelle Lage erfordert sowohl von den ÖBB als auch von den Autofahrern schnelle und verantwortungsvolle Entscheidungen, um die Sicherheit auf den Straßen und Schienen zu gewährleisten. Die Informationen zur Streckenverfügbarkeit der ÖBB sind jederzeit über ihre Webseite einsehbar.