
Der serbische Präsident Milorad Dodik von Bosnien-Herzegowina sieht sich einem strikten Einreiseverbot gegenüber. Österreich und Deutschland haben beschlossen, Dodik und zwei weitere Politiker der Republika Srpska die Einreise zu verwehren. Diese Maßnahmen wurden aufgrund von Dodiks enger Beziehung zu Russland und seinen separatistischen Ambitionen für die Region getroffen. Dies berichtet vol.at.
Die Bekanntgabe der Einreisebeschränkungen erfolgte durch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger während eines Treffens in Sarajevo, wo sie sich mit der deutschen EU-Staatssekretärin Anna Lührmann austauschte. Im Rahmen ihres Besuchs wird sie auch Gespräche mit dem bosnischen Außenminister Elmedin Konaković sowie dem Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina, Christian Schmidt, führen. Zusätzlich plant sie ein Treffen mit der bosnischen Regierungschefin Borjana Krišto und einen Besuch beim EU-Schutztruppenlager EUFOR im Camp Butmir.
Erhöhte Spannungen in der Region
Die aktuellen Maßnahmen sind nicht isoliert zu betrachten. Der Druck auf die Region nimmt zu, was zur Entscheidung führte, die EUFOR-Truppen in Bosnien-Herzegowina aufzustocken. Der Anlass für diese erhöhte militärische Präsenz sind die anhaltenden Spannungen, die durch separatistische Bestrebungen im serbischen Landesteil entstehen. Sicherheitsexperten warnen, dass die allgemeine innenpolitische Lage in Bosnien und Herzegowina zwar stabil erscheinen kann, dennoch unvorhersehbare Spannungen aufkommen können.
Das Auswärtige Amt rät Reisenden nach Bosnien-Herzegowina, sich über die aktuelle Situation zu informieren und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Während Proteste in der Regel friedlich verlaufen, sollten Reisende in der Nähe von Fußballspielen vorsichtig sein, da es auch dort zu Zwischenfällen kommen kann. Eine niedrigere Kriminalitätsrate wird berichtet, allerdings kann es auch in touristischen Gebieten zu Taschendiebstählen kommen. Reisende sollten sicherstellen, dass sie stets auf ihre Wertsachen achten.
Reisevorbereitungen und Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um bei Bedarf über Entwicklungen informiert zu werden. Außerdem wird geraten, sich über allgemeine Reisebedingungen zu informieren, insbesondere über die Notwendigkeit einer Reisekrankenversicherung. Die medizinische Versorgung in Bosnien-Herzegowina entspricht nicht den Standards der EU, weshalb ein ausreichender Krankenversicherungsschutz ratsam ist.
Zusätzlich sind Reisende dazu aufgefordert, die Einreisebestimmungen zu überprüfen und sich bei Behörden oder Botschaften zu erkundigen. Bei Aufenthalten über drei Tage besteht für ausländische Staatsangehörige eine Registrierungspflicht. Für deutsche Staatsangehörige ist es wichtig zu wissen, dass sie für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen kein Visum benötigen. Aktuelle Informationen zur Sicherheit der Reisende sind unter auswaertiges-amt.de verfügbar.
Mit den neuen Einreisebeschränkungen und der erhöhten militärischen Präsenz bleibt die Sicherheitslage in Bosnien-Herzegowina weiterhin ein wichtiges Thema, das sowohl die politischen Führer der Region als auch die internationalen Akteure betrifft.
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