
Die Grazer Neue Galerie widmet dem 2023 verstorbenen Maler Wolfgang Hollegha eine umfassende Ausstellung, die am 2. April 2025 eröffnet wurde. Unter dem Titel „Es gibt allerdings Unaussprechliches. Der Maler Wolfgang Hollegha“ zeigt die Ausstellung eine Vielzahl von Arbeiten aus seinen letzten Jahren sowie Werke, die bisher selten oder nie ausgestellt wurden. Diese umfassende Retrospektive wird von Krone als eine Hommage an einen Künstler beschrieben, dessen kreative Schaffenskraft trotz gesundheitlicher Einschränkungen bis zu seinem Tod im Alter von 95 Jahren anhielt.
Die Idee zur Ausstellung entstand ursprünglich nach Holleghas erster großer Personale in der Neuen Galerie im Jahr 2016. Hollegha, der durch seine Teilnahme an internationalen Ausstellungen, darunter ein wichtiger Auftritt in New York im Jahr 1959, bekannt wurde, setzte sich in den 1960er-Jahren in der Kunstwelt durch. Er arbeitete eng mit Weggefährten wie Morris Louis, Helen Frankenthaler und Barnett Newman zusammen und entwickelte einen einzigartigen Stil.
Ein Blick auf Holleghas Werke
Die Ausstellung zeigt nicht nur Holleghas letzte Gemälde aus dem Jahr 2019, die auch in gesundheitlich schwierigen Zeiten ihre eindrucksvolle Kraft bewahrten, sondern auch Arbeiten, die die Fusion von Zeichnung und Malerei verdeutlichen. Diese Kombination nutzte Hollegha als Training für seinen Farbauftrag und verdeutlicht seine künstlerische Denkweise, dass seine Werke als Bilder Räume öffnen und Gegenstände zeigen.
Kuratiert von Günther Holler-Schuster, wird die Ausstellung am 2. November 2023 enden. Ihre weitere Reise führt sie im März 2026 ins Reinhard Ernst Museum in Wiesbaden, wo die Werke Holleghas mit der amerikanischen Nachkriegsmalerei konfrontiert werden.
Kunstlandschaft Österreichs
Ein weiterer wichtiger Aspekt der österreichischen Kunstszene findet sich in der Eröffnungsausstellung der ALBERTINA MODERN mit dem Titel „The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980“. Diese Ausstellung bietet einen ersten umfassenden Überblick über eine innovative Epoche der österreichischen Kunstgeschichte und präsentiert zentrale Positionen, die an der Schwelle zur Postmoderne stehen. Die gezeigten Kunststile umfassen unter anderem den Wiener Phantastischen Realismus, frühe Abstraktion und gesellschaftskritischen Realismus.
Die ALBERTINA MODERN widmet eigene Räume bedeutenden Künstlern wie Friedensreich Hundertwasser, Arnulf Rainer und Maria Lassnig. Darüber hinaus werden Hauptwerke zur Skulptur und Objektkunst von Künstlern wie Joannis Avramidis und Bruno Gironcoli präsentiert. Diese vielfältigen Strömungen und Stile zeigen die reiche und facettenreiche Kunstlandschaft, die Holleghas Arbeiten begleitet und beeinflusst hat. Weitere Informationen zu dieser Ausstellung sind unter ALBERTINA zu finden.
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