Am Wiener Praterstern kam es am 14. Februar 2026 um 20:30 Uhr zu einem gefährlichen Zwischenfall im Zusammenhang mit Drogenhandel. Beamte des Stadtpolizeikommandos Brigittenau beobachteten einen mutmaßlichen Suchtmittelhandel, der in der vorangegangenen Zeit bereits alarmierende Tendenzen aufzeigte. Der Einsatzkräfte reagierten umgehend auf die Situation.

Bei dem Vorfall waren ein 26-jähriger syrischer Staatsangehöriger als vermeintlicher Verkäufer und ein 38-jähriger nordmazedonischer Staatsangehöriger als mutmaßlicher Käufer beteiligt. Beide Personen wurden von der Polizei festgenommen und müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Laut den Berichten von vienna.at wurden bei der Durchsuchung zwei Baggies mit Kokain sowie Bargeld in szenetypischer Stückelung sichergestellt. Beide Männer wurden gemäß den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes angezeigt.

Die Gefahren des Drogenhandels

Der Drogenhandel stellt ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem dar, das auch in Österreich seit Jahren besorgniserregende Ausmaße annimmt. Im Jahr 2023 wurden in Österreich landesweit 256 Drogentote registriert, wobei Wien mit 101 Fällen die höchste Zahl aufwies, gefolgt von Niederösterreich und der Steiermark, wie die Daten von Statista zeigen.

Kokain ist eine psychoaktive Substanz, die das zentrale Nervensystem stimuliert und zu einer steigenden Nutzung in bestimmten Bevölkerungsgruppen führt. Rund 3,8 Prozent der Österreicher haben im Laufe ihres Lebens bereits Kokain konsumiert, wobei jüngere Generationen besonders betroffen sind. Zudem belegt Österreich hinsichtlich der Lebenszeitprävalenz des Kokainkonsums einen Platz im oberen Mittelfeld in Europa.

Konsequenzen für die Betroffenen

Dern Leiter der Polizeidirektion warnte, dass der Drogenkonsum nicht nur das Leben der Konsumenten, sondern auch das ihrer Umgebung beeinträchtigen kann. „Die Bedrohung durch Drogen und die damit verbundenen Kriminalitätsmuster müssen ernst genommen werden“, betonte er. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Drogentoten im Jahr 2023 auch den Druck auf die Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels erhöhen.

Die Festnahme der beiden Männer am Praterstern stellt nur einen weiteren Fall innerhalb eines größeren Problems dar, das durch Betsunterscheidungen in der Gesellschaft und der Drogenverfügbarkeit begünstigt wird. Mehr als 21.000 Personen befanden sich im Jahr 2023 in Substitutionsbehandlung. Dies zeigt, dass die Herausforderungen im Bereich Drogenkonsum und -handel umfassend angegangen werden müssen.

Die jüngsten Entwicklungen im Drogenmilieu am Praterstern mahnen zur Wachsamkeit und zur Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, um dem zunehmenden Drogenhandel entgegenzuwirken.