Am Freitag verzeichneten die US-Börsen einen bemerkenswerten Anstieg, der den Dow Jones Industrial Average (DJIA) erstmals über die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten katapultierte. Laut Informationen von vienna.at stieg der Dow um etwa 2,3% und erreichte ein Tageshoch von 50.027 Punkten. Der S&P-500 kletterte um 1,8% auf 6.919,16 Punkte, während der Nasdaq Composite um 1,9% auf 22.973,29 Punkte zulegte.

Die jüngsten Bewegungen an den Märkten kamen zu einem Zeitpunkt, an dem die Risikobereitschaft der Anleger angestiegen war. Die vorige Woche war von Vorsicht geprägt, doch nun scheinen die Investoren optimistischer zu sein. Die Unsicherheit, die durch Kurskorrekturen bei Edelmetallen und Fragen zu Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) entstand, hat sich gelegt. Besonders klassische Industriewerte erfreuten sich einer erhöhten Nachfrage, wobei der Dow von dieser Entwicklung stärker profitierte als andere Indizes.

Starke Aktienbewegungen

Ein bedeutender Akteur in der aktuellen Marktentwicklung ist Nvidia, deren Aktien um über 7% stiegen. Auch andere Chipfirmen verzeichneten Gewinne. Im Gegensatz dazu mussten Amazon-Aktien einen Rückgang von knapp 7% hinnehmen, nachdem das Unternehmen Investitionen in Höhe von 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten angekündigt hatte.

Experten und Analysten sind zuversichtlich, dass der Dow Jones auch im weiteren Verlauf des Jahres steigen wird. Starke Unternehmensgewinne, eine robuste US-Wirtschaft und eine lockere Geldpolitik der Notenbank sind die treibenden Kräfte hinter diesem Aufschwung. Dennoch wird auf potenzielle Herausforderungen hingewiesen, darunter geopolitische Spannungen und eine mögliche Abkühlung des Arbeitsmarktes. Nelson Yu äußert Skepsis bezüglich einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung und weist darauf hin, dass US-Aktien derzeit hohe Bewertungen aufweisen, was zu Gegenwind führen könnte.

Ein Blick auf den Dow Jones Index

Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste noch existierende Aktienindex der USA und wurde erstmals 1896 veröffentlicht. Ursprünglich umfasste er 12 Unternehmen, doch seit 1928 repräsentiert er 30 führende US-Industriewerte. Der Index wird von Dow Jones & Company zusammengestellt, dem Herausgeber des Wall Street Journal. Interessanterweise gibt es keine festen Kriterien für Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, aber sie sollten führend in ihrem Industriezweig sein.

Der Dow wird als reiner Kursindex geführt, was bedeutet, dass Dividenden bei der Berechnung nicht einbezogen werden. Die Gewichtung der Aktien erfolgt nicht nach Marktkapitalisierung, sondern durch die Addition der Kurse und die Division durch die Anzahl der Aktien, was zu einem preisgewichteten Index führt. Der aktuelle Indexstand entspricht dem arithmetischen Mittel der im Index enthaltenen Kurse. Privatanleger haben die Möglichkeit, Zertifikate oder Anteile von Indexfonds (ETFs) zu erwerben, die den Dow Jones abbilden, wie auf der Börse.de Webseite beschrieben (boerse.de).

Die Heimatbörse des Dow Jones ist die New York Stock Exchange (NYSE), und sein legendärer Entwickler war Charles Dow. Ein bedeutender Aspekt der Dow-Theorie ist die gegenseitige Trendbestätigung zwischen dem Dow Jones Transportation Average und dem DJIA. Ob die aktuellen Rekorde des Dow nachhaltig sind, bleibt abzuwarten – die Märkte sind bekanntlich volatil.