Am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, fand der Leisacher Dorfrodeltag auf der Amlacher Naturrodelbahn statt. Rund 80 Rodler:innen nahmen an dem Event teil, das sowohl für Renn- als auch Hobbyklassen ausgerichtet war. Die Bedingungen waren ideal und sorgten für spannende Duelle unter den Teilnehmern, einschließlich vieler familieninterner Wettkämpfe. Dank der professionellen Organisation und der hervorragenden Wetterverhältnisse kehrten alle Athlet:innen unfallfrei ins Ziel zurück, was das erfolgreich umgesetzte Sicherheitskonzept unterstreicht. Darüber hinaus dokumentierte Videoreporter Nils Klinger das Geschehen vor Ort und hielt die besten Momente fest.
Besonderes Augenmerk galt den Leistungen der Teilnehmer, die durch eine Siegerehrung gewürdigt wurden. Eine Ergebnisliste ist verfügbar, um die genauen Platzierungen nachzulesen. Dieser Tag repräsentierte nicht nur den Spaß am Rodeln, sondern auch den Gemeinschaftsgeist in Leisach, wo Naturbahnrodeln eine lange Tradition hat.
Die Tradition des Naturbahnrodelns
Naturbahnrodeln, eine spezielle Form des Rennrodelns, entwickelte sich parallel zum Kunstbahnrodeln und ist seit den 1960er Jahren als eigene Disziplin etabliert. Laut Informationen von Wikipedia ist es die dominierende Sportart in Ländern wie Österreich und Italien, während andere Nationen wie Russland, Deutschland, Neuseeland, Polen und die Ukraine immer mehr Erfolge verzeichnen konnten.
In den letzten Jahrzehnten wurde das Naturbahnrodeln von verschiedenen Organisationen des Internationalen Rennrodelverbands (FIL) gefördert. Dazu gehört die Gründung einer eigenen Naturbahnkommission im Jahr 1966, die seither zahlreiche Wettbewerbe organisiert. Dazu zählen der Europapokal, die Europameisterschaften sowie der Weltcup, der seit 1992 ausgetragen wird. Diese Wettbewerbe umfassen verschiedene Disziplinen, darunter Einsitzer für Damen und Herren sowie Doppelsitzer.
Regelwerk und Sicherheitsstandards
Sportliche Wettbewerbe im Naturbahnrodeln müssen auf anerkannten und homologierten Bahnen stattfinden. Die spezifischen Anforderungen an die Bahnen, die einschließlich Länge, Breite, Gefälle und Kurvenradien variieren, werden in den Regelungen der IRO (Internationale Rennrodelordnung) festgelegt. Sicherheitsbestimmungen sorgen dafür, dass alle Teilnehmer geschützt sind und die Wettbewerbsbedingungen fair bleiben.
Laut dem Regelwerk müssen die Rodler spezielle Ausrüstung tragen, dazu gehören angeschnallte Helme, enganliegende Rennanzüge und optimiertes Schuhwerk mit Spikes. Auch das Material der Rodel, bestehend aus zwei Kufen, einer Sitzmatte und Laufschienen, unterliegt strengen Vorgaben, um einen sicheren Wettkampf zu gewährleisten.
Insgesamt widerspiegelt der Leisacher Dorfrodeltag nicht nur das Engagement der Rodler, sondern auch die lebendige Tradition und die strengen Sicherheitsstandards, die den Sport prägen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Veranstaltung im nächsten Jahr entwickeln wird und welche Athleten sich dort wieder zusammenfinden werden.