Im Weltcup-Skispringen in Sapporo, Japan, hat Domen Prevc eindrucksvoll triumphiert. Der slowenische Skispringer, der bereits als „Zauberer“ bezeichnet wurde, erzielte im zweiten Durchgang einen Sprung von 141 Metern und sicherte sich mit 22,1 Punkten Vorsprung den ersten Platz. Dies war sein achter Saisonerfolg, und der Wettbewerb wurde live von Sport-Kommentator Michael Roscher kommentiert, der die außergewöhnliche Leistung von Prevc besonders lobte. Der zweitplatzierte Naoki Nakamura und der drittplatzierte Ren Nikaido aus Japan vereinten sich auf dem Podest neben Prevc.
Im ersten Durchgang führte Jan Hörl aus Österreich, der mit 127 Metern einen starken Start hinlegte, schaffte es jedoch letztendlich nicht auf das Podest und belegte den vierten Platz. Stephan Embacher, der nach dem ersten Durchgang Dritter war, fiel mit einem weiteren Sprung von 127 Metern auf den sechsten Platz zurück. Hinter ihm landeten Manuel Fettner, Daniel Tschofenig und Stefan Kraft. Tschofenig, der ebenfalls aus Österreich stammt, erreichte den achten Platz in diesem spannenden Wettkampf.
Schneller Höhenflug und technische Panne
Der Sieg von Domen Prevc war jedoch nicht ohne Komplikationen. Während seiner beeindruckenden Leistung kam es zu einem technischen Zwischenfall: Ein schwarzes Plastikbändchen an seinem rechten Fuß löste sich während des Sprungs. Eurosport-Experte Werner Schuster erklärte, dass normalerweise bei Skispringern nichts flattert, was die Lage zusätzlich kurios machte. Die genaue Ursache, ob es sich um einen Materialfehler oder ein unsachgemäßes Schließen der Bindung handelte, bleibt unklar. Trotz dieser Panne beeinträchtigte es jedoch nicht seinen Sieg, was die Stärke und Konzentration des Athleten unterstreicht.
Domen und sein Bruder Nika Prevc, beide aus Kranj in Slowenien, zeichnen sich nicht nur durch ihr Talent im Skispringen aus, sondern auch durch ihre bemerkenswerten Erfolge. Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2025 in Trondheim holten beide jeweils zweimal Gold und einmal Silber. Nika Prevc, erst 20 Jahre alt, hat darüber hinaus den Skiflug-Weltrekord der Frauen mit 236 Metern aufgestellt, während Domen den Rekord auf einer klassischen Skiflug-Schanze mit 254,5 Metern hält. Ein weiteres Zeichen der Dominanz der Familie Prevc, die sich durch Talent, Risikobereitschaft und Resilienz auszeichnet.
Eine stolze Familientradition
Die Prevc-Familie hat eine lange Tradition im Skispringen. Der älteste Bruder Peter Prevc ist Weltmeister und Olympiasieger, und war der erste Mensch, der über 250 Meter sprang. Diese beeindruckende Familientradition wird durch weitere Geschwister, wie Cene, der eine Olympia-Silbermedaille gewann, untermauert. Nika Prevc ist nicht nur eine vielversprechende Athletin, sondern auch eine Favoritin für künftige Wettbewerbe, darunter die Two-Nights-Tour in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf.
Während die 74. Vierschanzentournee bereits vom 28. Dezember 2025 bis 6. Jänner 2026 stattfand, bleibt die Prevc-Geschichte weiterhin faszinierend. Die kommenden Saisons versprechen spannende Wettkämpfe, während die Geschwister Prevc die Skisprungwelt weiterhin in Atem halten werden.