Im Linzer Mariendom erlebte die katholische Kirche einen festlichen Anlass, als Bischof Manfred Scheuer am Samstag vier Priesterkandidaten zu Diakonen weihte. Bei dieser feierlichen Zeremonie waren Jakob Stichlberger, Alex Bukenya Matovu, Nichodemus Chukwunonso Okoye und Valentine Chinedu Okpalanochikwa unter den Weihekandidaten, die versprachen, stets ein offenes Ohr für ihre Gemeinden zu haben und den Menschen in ihrer Einsamkeit beizustehen. Scheuer betonte die Bedeutung der „Diakonie der Gemeinschaft“ und dass jeder Diakon dazu beitragen müsse, dass sich die Menschen in ihren Gemeinschaften nicht allein gelassen fühlen. „Für die Leute ist wichtig, dass jemand ‚da ist'“, so der Bischof, der die Anwesenden dazu aufrief, in Zeiten der gesellschaftlichen Isolation präsent zu sein, wie es auch kathpress.at berichtete.
Der Weg zum Priester
Die Weihe zum Diakon markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe, der einen strukturierten Ausbildungsprozess umfasst. Nach einem ersten Einführungsjahr, dem sogenannten Propädeutikum, folgt das Studium der katholischen Theologie, wo die angehenden Priester in verschiedenen Einrichtungen, darunter das Priesterseminar in Linz, ausgebildet werden. Hier erlernen sie die notwendigen spirituellen, wissenschaftlichen und praktischen Fähigkeiten, um als Priester in ihrem Dienst zu wirken. Nach dem theologischen Studium absolvieren die Kandidaten ein pastorales Einführungsjahr in einer Pfarre, welches sie auf ihre zukünftige Rolle als Priester vorbereitet, während sie kontinuierlich in der Gemeinde tätig sein. Die Ausbildung am Priesterseminar Linz wird als eine der umfassendsten in der Diözese angesehen und unterstützt die angehenden Priester auf ihrem Weg zur Berufung, wie auch auf ku-linz.at zu lesen ist.
Die vier neuen Diakone bringen nicht nur große Hoffnung in ihre Gemeinden, sondern sind auch das Ergebnis einer langen Vorbereitungszeit, die sie mit persönlichem Engagement und akademischem Fleiß gemeistert haben. Ihre zukünftigen Rollen in der Seelsorge werden entscheidend sein, insbesondere in einer Zeit, in der gesellschaftliche Isolation und die Suche nach spiritueller Begleitung immer drängender werden. Die Weihe selbst hat sowohl für die Diakone als auch für die Gemeinden einen hohen symbolischen Wert und stärkt die Gemeinschaft innerhalb der Kirche.