Cyberkriminalität im Aufwärtstrend: So schützen sich Wiener Unternehmen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Am 7. Februar 2025 warnt die Wirtschaftskammer Wien vor steigender Cyberkriminalität und betont die Bedeutung von Prävention.

Cyberkriminalität im Aufwärtstrend: So schützen sich Wiener Unternehmen!

Die Cyberkriminalität in Österreich steigt alarmierend an und betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, hebt hervor, dass nicht alle Unternehmen sich der Risiken im Internet bewusst sind. Cyberangriffe haben laut einer KPMG-Studie zuletzt einen dramatischen Anstieg verzeichnet: Die Zahl der sogenannten Deep Fakes hat sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 119 Prozent erhöht. Besonders betroffen sind Betriebe, die oft keine IT-Sicherheitsexperten beschäftigen. Für viele Unternehmen kann ein Cyberangriff zu Wochen von Betriebsunterbrechungen führen und ihre Existenz gefährden, wie Heimhilcher betont. Der Präventionsansatz umfasst Backups und einen Notfallplan für den Ernstfall. Unternehmer sollten daher unbedingt mit spezialisiertem IT-Personal oder einem zuverlässigen Dienstleister zusammenarbeiten. Ein weiterer Schritt zur Cybersecurity ist die Nutzung der Cybersecurity-Hotline der Wirtschaftskammer, die rund um die Uhr verfügbar ist, um Unternehmen in Notfällen zu unterstützen.

Unzufriedenheit mit Internetverbindungen

Gleichzeitig zeigt eine umfassende Umfrage der Wirtschaftskammer Wien, dass fast 40 Prozent der Wiener Unternehmen mit ihrer Internetverbindung unzufrieden sind. Diese Erkenntnis ist besonders alarmierend und bestätigt bestehende Bedenken über die Zuverlässigkeit der Breitbandversorgung. Unternehmen in Randlagen wie Hietzing und Simmering sind besonders betroffen, wo die Unzufriedenheit bis zu 56 Prozent reicht. Mangelnde Geschwindigkeit und häufige Störungen sind die Hauptkritikpunkte, die von den befragten Unternehmen geäußert werden. Die Abwesenheit einer stabilen Internetverbindung wirkt sich nicht nur auf die tägliche Geschäftsabwicklung aus, sondern könnte langfristig auch die digitale Zukunft der Unternehmen gefährden. 84 Prozent der Befragten fordern einen gezielten Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Die Umfrage verdeutlicht, dass ohne eine solide Internetanbindung die Möglichkeiten der Digitalisierung stark eingeschränkt sind, was für die wirtschaftliche Zukunft Wiens von entscheidender Bedeutung ist, wie Heimhilcher zusammenfasst. Die steigenden Anforderungen der Unternehmen an Internet und Cybersecurity könnten also zu einer existenziellen Herausforderung werden.