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Chaos nach Erdbeben in Myanmar: Militär greift trotz Waffenruhe an!

Die humanitäre Lage in Myanmar ist dramatisch und erfordert dringende internationale Aufmerksamkeit. Am Freitag hat ein Erdbeben der Stärke 7,7 das Land erschüttert, insbesondere die Stadt Mandalay und die Region Sagaing. Bis heute, dem 3. April 2025, wurden mindestens 3.003 Tote und über 4.500 Verletzte gemeldet. Schätzungen deuten darauf hin, dass die Zahlen möglicherweise noch höher sind, da die Rettungs- und Aufräumarbeiten weiterhin andauern und die Infrastruktur schwer beschädigt ist. In vielen Gebieten funktionieren Strom- und Telefonverbindungen nur sporadisch, was die Rettung von Überlebenden enorm erschwert. Vienna.at berichtet, dass die Militärregierung von Myanmar die Lage als katastrophal einstuft.

Trotz einer am Mittwoch verkündeten dreiwöchigen Waffenruhe zur Unterstützung der Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten, kam es in der Nacht zu militärischen Operationen in der von dem Erdbeben betroffenen Region. Die Militärführung beschoss offenbar ein Hilfskonvoi des Chinesischen Roten Kreuzes, was die Bemühungen der Helfer weiter gefährdet. Dies führt zu einer alarmierenden Situation, da viele Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Vor dem Beben waren bereits über 20 Millionen Menschen in Myanmar auf Hilfe angewiesen. ZDF berichtet, dass ethnische Gruppen und lokale Milizen zur Einstellung jeglicher Angriffe aufgefordert wurden, während das Militär mit Konsequenzen droht, sollten diese Bedingungen nicht eingehalten werden.

Rettungsaktionen und humanitäre Situation

Die Erdbebenkatastrophe hat die humanitäre Lage inmitten des bereits bestehenden Bürgerkriegs weiter verschärft. Berichten zufolge wurden Tausende Gebäude, darunter Wohnhäuser und Krankenhäuser, schwer beschädigt. Die Rettungsaktionen gestalten sich als äußerst schwierig: Rettungsteams fanden überwiegend Leichen, konnten aber auch Überlebende bergen. Ein bemerkenswerter Fall ist der eines 26-jährigen Hotelangestellten, der nach 108 Stunden unter den Trümmern gerettet wurde. Die Deutsche Welle erläutert, dass bereits vor dem Erdbeben etwa drei Millionen Menschen vertrieben waren und die Zahl nun weiter steigen könnte.

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Während internationale Hilfe angeboten wird, unter anderem von Russland, China, Indien, Singapur, den USA und der EU, bleibt die unterschwellige Gefahr von weiteren militärischen Auseinandersetzungen bestehen. Das Militär, das Myanmar seit dem Putsch im Jahr 2021 brutal regiert, hat bereits Luftangriffe auf Widerstandsgruppen geflogen, was die Situation noch prekärer macht. Beobachter weisen darauf hin, dass die Überlebungsmöglichkeiten im Erdbebengebiet stark eingeschränkt sind. Einige Berichte deuten darauf hin, dass das Militär in der Region Sagaing weiterhin aggressiv gegen Zivilisten vorgeht, während sie gleichzeitig Hilfsgelder anfordern.

Spirituelle Dimension und historische Parallelen

Die Zerstörung wichtiger kultureller Stätten, darunter bedeutende Pagoden wie die Mahamuni-Pagode, gibt der Erdbebenkatastrophe eine zusätzliche spirituelle Dimension. Experten verweisen auf historische Parallelen zu einem Erdbeben von 1930, das als Vorzeichen einer Staatskrise angesehen wurde. Diese spirituellen Perspektiven verstärken die Besorgnis über die Zukunft Myanmars und die derzeitige politische Lage. Die militärische Junta und die internationalen Partner müssen nun umso dringlicher zusammenarbeiten, um eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern und den dringend benötigten Wiederaufbau zu unterstützen.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Naturkatastrophe
In welchen Regionen?
Mandalay,Sagaing,Naypyidaw
Genauer Ort bekannt?
Mandalay, Myanmar
Gab es Verletzte?
4500 verletzte Personen
Beste Referenz
vienna.at
Weitere Quellen
zdf.de

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