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Ein 21-jähriger Bundesheer-Rekrut aus dem Burgenland liegt nach einem Verdacht auf Hirnhautentzündung im Koma. Der junge Soldat hatte kürzlich seine Grundausbildung abgeschlossen und wurde am Montagabend mit hohem Fieber im Krankenrevier der Wiener Maria-Theresien-Kaserne gemeldet. Umgehend wurde er ins Sanitätszentrum Ost in Stammersdorf überstellt. Wie noen.at berichtete, verschlechterte sich sein Zustand rapide, was zu einem Transfer in die Klinik Floridsdorf und anschließend in die Klinik Landstraße führte. Das Bundesheer zeigte sich in einer Stellungnahme zutiefst betroffen und unterstützt die Angehörigen.
Obwohl in den vergangenen Wochen kein anderer Meningitis-Fall im Bundesheer verzeichnet wurde, wurde präventiv Antibiotika an das Umfeld des Rekruten verteilt. Der Soldat hatte während seiner Grundausbildung auf Impfungen, darunter auch gegen Meningokokken, verzichtet, was in Anbetracht des aktuellen Vorfalls nun kritisiert wird. Militärkreise gehen davon aus, dass die Ansteckung außerhalb der Kaserne erfolgt ist, da Meningokokken sich ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen, wie der Gesundheitsbericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) feststellte, ohne eine Übertragung durch Lebensmittel.
Informationen zur Erkrankung
Die Ansteckungsgefahr gilt als gering, und die Erkrankung tritt meist nur bei intensivem Kontakt auf. Laut onmeda.de ist es essenziell, in schweren Situationen ein offenes Ohr anzubieten und respektvoll mit dem Thema umzugehen. Das Bundesheer hat die Impfangebote für das Militärpersonal erneuert, um weitere Krankheitsfälle zu vermeiden, während der psychologische Dienst den betroffenen Kameraden und Angehörigen Unterstützung bietet.
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