Am Abend des 20. Jänner 2026 waren in Österreich atemberaubende Polarlichter sichtbar. Dieses Naturphänomen kam aufgrund eines starken Sonnensturms zustande, der bereits am Sonntagabend auftrat. Die Lichter zeigten ein beeindruckendes Farbenspiel von Violett über Rot bis hin zu Grün. An die Redaktion wurden zahlreiche Bilder dieser magischen Erscheinung gesendet, die das Interesse vieler Menschen weckten.

Christian Möstl von GeoSphere Austria erläuterte, dass die Sichtbarkeit dieser Polarlichter trotz eines nicht besonders starken Sonnensturms außergewöhnlich war. Die ideale Wetterlage in Österreich, mit klaren Nächten und wenig Wolken, spielte eine entscheidende Rolle bei der Beobachtbarkeit des Phänomens. Möstl wies darauf hin, dass der Sonnensturm theoretisch die Stärke erreichen könnte, die nur einmal in 50 Jahren vorkommt, wenn die Störung im Erdmagnetfeld ausgeprägter gewesen wäre.

Die Auswirkungen des Sonnensturms

Die Polarlichter, welche durch elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds entstehen, sind faszinierende Erscheinungen, die auftreten, wenn diese Teilchen mit der Erdatmosphäre interagieren. Experten berichteten, dass der aktuelle geomagnetische Sturm die zweite höchste Stufe G4 erreichte, was bedeutende Auswirkungen auf Technik haben kann. Störungen bei GPS-Systemen und Ausfälle von Satelliten wurden als mögliche Folge genannt.

Das Phänomen war nicht nur in Österreich zu beobachten. Auch in Deutschland waren die Polarlichter sichtbar. Sichtungen reichen von Brandenburg bis in die Alpen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte die starke Eruption der Sonne, die dafür verantwortlich war. Trotz kleinerer Wolken bildeten die Lichter eine beeindruckende Kulisse, die den Himmel farbenfroh erhellten. Markus Bayer, Meteorologe beim DWD, erklärte, dass ein geomagnetischer Sturm diesen außergewöhnlichen Anblick ermöglichte.

Weitere Sichtungen und Perspektiven

Die Eruptionswolke der Sonne benötigte nur etwa 25 Stunden, um die Erde zu erreichen, was als extrem schnell gilt. Im Normalfall dauert dieser Prozess drei bis vier Tage. Die Chancen stehen allerdings nicht gut, dass die Polarlichter am Dienstagabend erneut sichtbar sein werden, da der Sonnensturm an Intensität abnimmt. Die zukünftigen Sichtungen werden letztlich von weiteren Sonnenstürmen abhängen.

In Bayern war das beeindruckende Lichtspiel ebenfalls zu beobachten. Wie berichtet wurde, waren die idealen Beobachtungsbedingungen, unter anderem der Neumond und der klare Himmel, entscheidend für die Sichtbarkeit der Polarlichter. Von Franken bis zu den Alpen konnten die Menschen dieses Naturschauspiel genießen und ihre Eindrücke festhalten.

Während die Welt weiterhin die Geheimnisse des Weltraums erkundet, bleibt das Erlebnis eines Sonnensturms und der daraus resultierenden Polarlichter ein faszinierendes Schauspiel, das die Verbindung zwischen der Erde und der Sonne offenbart.

Für weitere Details über die Polarlichter in Österreich klicken Sie bitte auf 5min.at. Informationen zu Sichtungen in Deutschland finden Sie auf zdfheute.de. Zusätzliche Berichte zu den Polarlichtern über Bayern sind auf br.de verfügbar.