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Bundesheer bereit für Ernstfall: Maul- und Klauenseuche droht in Österreich!

Das Bundesheer Österreichs hat umfassende Vorbereitungen getroffen, um im Ernstfall gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) vorzugehen. Angesichts der alarmierenden Verbreitung der Seuche in der Slowakei und Ungarn ist die Einsatzbereitschaft der Truppen von entscheidender Bedeutung. Oberst Jürgen Schlechter vom ABC-Abwehrzentrum in Korneuburg bestätigte die Einsatzbereitschaft und erklärte, dass aktuell 53 Soldaten der „Austrian Forces Disaster Relief Unit“ (AFDRU) in der Slowakei aktiv sind. Diese Soldaten unterstützen vor allem bei der Desinfektion von Fahrzeugen an der Grenze zu Ungarn. Es ist keine Rückholung der Truppen notwendig, da in Österreich genügend Reserven zur Verfügung stehen.

Die Schutzmaßnahmen in Österreich umfassen unter anderem die Schließung der Grenzübergänge. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, müssen Fahrzeuge vor dem Verlassen betroffener Höfe desinfiziert werden. Das Bundesheer hat insgesamt elf Dekontaminationsfahrzeuge, zwei davon liefern derzeit wichtige Unterstützung in der Slowakei. Seit dem Wochenende sind Soldaten zudem im Burgenland im Assistenzeinsatz.

Logistische Herausforderungen und mögliche Einsätze

Bei einer möglichen Ausbreitung der MKS stehen die Einsatzkräfte vor logistischen Herausforderungen. Dies betrifft insbesondere die Notwendigkeit, möglicherweise alle Tiere eines betroffenen Betriebs in kürzester Zeit zu keulen. Sollte es bestätigte MKS-Fälle geben, könnten schnell weitere Kräfte zu den betroffenen Viehbetrieben entsendet werden. Die Fähigkeit des Bundesheeres, sofort zu jedem betroffenen Hof oder Stall zu fahren, ist entscheidend für die Bekämpfung der Seuche.

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Der Kontext zur Ausbreitung der MKS wird durch einen aktuellen Fall in Brandenburg unterstrichen. Am 10. Januar 2025 wurde bei Wasserbüffeln ein Fall von MKS bestätigt. Infolgedessen wurden umfangreiche Untersuchungen eingeleitet, doch bisher blieben weitere Fälle aus. MKS hat sich seit 1988 nicht mehr in Deutschland gezeigt, und die Bundesländer sind für die Bekämpfung der Tierseuche zuständig.

Regulierungsmaßnahmen in Deutschland

In Brandenburg wurden Sperrzonen eingerichtet, in denen der Transport von Tieren und deren Erzeugnissen verboten ist. Zudem wurde ein "Stand Still" für Klauentiere angeordnet, um die Verbreitung der Seuche zu verhindern. Dieses Maßnahmenpaket wurde am 17. Januar 2025 in Brandenburg und am 27. Januar 2025 in Berlin aufgehoben. Fachliche Beratungen der Bund-Länder Task Force zur Tierseuchenbekämpfung laufen seit dem Ausbruch, und der zuständige Ausschuss im Bundestag hielt am 15. Januar 2025 eine Sondersitzung ab. Die EU-Kommission hat am 11. Februar 2025 das weitere Vorgehen hinsichtlich der tiergesundheitlichen Sperrzonen festgelegt.

Laut dem BMEL könnte die MKS schwerwiegende tiergesundheitliche und sozioökonomische Auswirkungen haben. Anfang März 2025 wurde die Seuche in einem Rinderbetrieb im Nordwesten Ungarns nachgewiesen, was den ersten Ausbruch in Ungarn seit 1973 markiert. Es gibt derzeit keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den Ausbrüchen in Brandenburg und Ungarn.

Die Situation erfordert die enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden in den betroffenen Regionen sowie die schnelle Reaktion von Einsatzeinheiten, um die Ausbreitung zu kontrollieren und die tierische Gesundheit zu sichern.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Notfall
In welchen Regionen?
Österreich, Slowakei, Ungarn, Brandenburg, Berlin
Genauer Ort bekannt?
Korneuburg, Österreich
Ursache
MKS
Beste Referenz
5min.at

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