
Im Großraum Los Angeles ist die Zahl der Todesopfer nach verheerenden Waldbränden auf 30 gestiegen. Zuletzt wurde ein weiteres Opfer im Zusammenhang mit dem Eaton Fire identifiziert. Die Überreste eines weiteren Menschen wurden im Vorort Altadena gefunden. Ein forensisches Team bestätigte, dass diese Überreste menschlich sind. Die Brände, die seit dem 7. Januar in der Region wüten, gelten als die schlimmsten in der Geschichte Kaliforniens, wobei bereits über 10.000 Wohnhäuser und andere Strukturen zerstört wurden.
Insgesamt haben die Brände mehr als 150 Quadratkilometer Fläche verbrannt, darunter die betroffenen Gebiete Pacific Palisades, Malibu und Altadena. Laut Krone sind 18 Todesfälle direkt dem Eaton Fire zuzuschreiben, während das Palisades Fire 12 Menschenleben gefordert hat. Diese dramatische Entwicklung wird von NBC Los Angeles begleitet, die auch darauf hinweist, dass die Anzahl der Zerstörungen ständig wächst und bis zu 15.467 Strukturen betroffen sind. Dies zeigt das katastrophale Ausmaß der Situation.
Kronologie der Brände
Die Brände begannen am 7. Januar mit dem Palisades Fire, das sich zunächst auf etwa 10 Acres beschränkte. Im Laufe des Tages weitete sich das Feuer schnell aus. Innerhalb weniger Stunden waren bereits 200 Acres betroffen, und es wurden Evakuierungsanordnungen für die Umgebung des Pacific Coast Highway erlassen. Um 18:18 Uhr nahmen die Flammen in Altadena Fahrt auf, als das Eaton Fire seine Ausdehnung begann.
- Jan. 7, 10:30 Uhr: Beginn des Palisades Fire
- Jan. 7, 12:30 Uhr: Evakuierungsanordnung erlassen
- Jan. 8, 9:00 Uhr: Palisades Fire verdoppelt sich auf 2.921 Acres
- Jan. 8, 1:21 Uhr: Eaton Fire erreicht 10.600 Acres
- Jan. 9, Mitternacht: Palisades Fire erreicht 17.234 Acres; menschliche Überreste entdeckt
Diese spannenden und tragischen Daten herausgegriffen von NBC Los Angeles verdeutlichen nicht nur das Ausmaß der Zerstörung, sondern auch die dramatische Entwicklung, die die Region in den letzten Wochen durchlebt hat.
Kontext der Waldbrandkrise
Kalifornien spielt eine tragische Rolle in der Geschichte der Waldbrände. Frontline Wildfire hebt hervor, dass der Bundesstaat seit Jahrzehnten von großen Bränden heimgesucht wird, die zu Zerstörungen, vertriebenen Bewohnern und schlechter Luftqualität führen. Eine alarmierende Statistik zeigt einen Anstieg der Mega-Brände seit 2000. So verbrannten beispielsweise im Jahr 2020 über 4 Millionen Acres, und Prognosen für 2024 deuten auf eine weiterhin kritische Situation hin.
Fast 2 Millionen Häuser in Kalifornien befinden sich in Gebieten mit extremem Waldbrandrisiko, und die potenziellen Sachschäden in Hochrisikogebieten werden auf rund 610 Milliarden USD geschätzt. Die aktuelle Situation im Großraum Los Angeles ist eine eindringliche Mahnung an die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und präventiven Strategien zur Bekämpfung von Waldbränden.
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